Jedes Jahr, wenn mal wieder die Oscarverleihung vor der Tür steht, stolpere ich über diesen Mad TV Clip zu Forest Whitakers Oscarnominierung für The Last King of Scottland…und lache mich kaputt. Ich finde es gibt eigentlich nichts besseres, um sich auf den ganzen Oscarzirkus einzustimmen.
Mein Kumpel Wolfgang, der hier vor einiger Zeit mal ein kurzes Zwischenspiel gegeben hat, hat jetzt einen eigenen Blog – den Gedankenzwinger. Die Domain ist Programm
Ich hab’ mir gedacht, ich mach das mal hier mal publik, damit er sich dazu genötigt fühlt mehr Beiträge auf seinem Blog zu posten
Ich bin ein großer Fan von Tim Burton, aber um nicht lange drum herum zu reden: sein neuer Film ist Mist. Visuell mal wieder absolut überragend (keine Frage, wer einfach nur wunderschönes Effektkino erleben will, wird diesen Film lieben), aber inhaltlich eine Katastrophe.
Die Story ist so dünn, das der rote Faden an dem sie hängt gar nicht reißen kann: Alice muss Drachen töten – Ende. Wenn die Geschichte wenigstens überzeugend erzählt würde, aber nein, auch hier herrscht der in letzter Zeit im Kino üblich gewordene hoppla-di-hopp-wir-haben-doch-keine-Zeit-Erzählstil vor. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der Film ja gar nichts zu erzählen hat. Viel schlimmer als der erzählerisch krankende Plot ist aber die verlogene Pseudo-Moral die dem Zuschauer hier aufgetischt wird. Angeblich soll uns der Film verdeutlichen, dass es ganz gut ist, wenn man ein Freigeist, Träumer oder vielleicht sogar leicht Verrückter ist. Tatsächlich bricht der Film aber an allen Ecken und Enden mit dieser Idee und präsentiert uns stattdessen eine für die Konsumgesellschaft weichgespülte und pervertierte Version.
Ein Visionär zu sein heißt hier, dass man weiß wie man Kohle scheffeln kann (Glückwunsch Alice). Des weiteren bedeutet es scheinbar, dass man es sich herausnehmen kann andere Menschen wegen deren Verrücktheit abzukanzeln (was Alice am Ende des Films mit ihrer Tante macht). Verblüffend sind auch die teilweise unglaublich undifferenziert dargestellten Figuren der Geschichte. Da wäre z.B. die weiße Königin, die natürlich durch und durch gut ist und sogar geschworen hat niemals ein Lebewesen zu töten – seltsamer Weise hat diese Figur aber gar kein Problem damit ihre Zaubertränke aus toten Lebwesen zu brauen. Ganz zu schweigen davon, dass Alice die Drecksarbeit für die weiße Königin erledigt, wenn sie gegen den Drachen in den Kampf zieht. Ach ja, wo wir es gerade davon haben: Töten ist natürlich auch eine schlimme Sache, es sei denn Alice tut es…mein Gott, würde sich der Film die Zeit nehmen etwas näher auf diese „Problemzonen“ einzugehen (ich vermute mal, dass das ursprünglich auch so von den Filmemachern geplant war), dann hätte dieser Film richtig Tiefgang! Es ist zum Haare raufen. Die Botschaft der Geschichte lautet eigentlich, dass man bereit sein muss seinen “Kaninchenbau” zu verlassen, um sich weiter zu entwickeln. Tatsächlich unternimmt der Film aber alles, damit der Zuschauer in eben jenem Bau bleibt…tja, wenigstens läuft im Abspann ein seichter Popsong. Die Kids brauchen ja etwas das man ihnen verkaufen kann. Es sind Filme wie dieser, die den Namen Disney in Verruf gebracht haben.
Da der Film visuell großartig geraten ist und bei oberflächlicher Betrachtung durchaus großen Unterhaltungswert besitzt, gibt es von mir trotz allem noch vier Sterne.
★★★★★★★★★★
4/10
Ps. Der Film basiert nur entfernt auf den beiden Geschichten von Lewis Carroll und ist aufgrund seiner zum Teil recht düsteren Bilder nichts für kleine Kinder.
Der neue Film der Coen Brüder hat mich ehrlich gesagt etwas gelangweilt. Ich vermute das liegt darin begründet – und das mag sich jetzt paradox anhören – das der Film einfach zu gut gemacht ist. Der Film führt uns das “normale” Leben mit all seinen kleinen Problemchen und Absurditäten vor Augen. Und das macht er eben zu gut. Das normale Leben plätschert nunmal nur vor sich hin, wenn man es von aussen betrachtet. Selbst die größten Schicksalschläge sind nicht mehr als eine Randnotiz bei einem Kaffeekränzchen, wenn man nicht selbst betroffen ist und genau diesen Effekt erzielt auch “A Serious Man”. Nach dem Film denkt man sich kurz, das das Leben halt so sei, seufzt, und dann vergisst man den Film wieder.
Ja ich weiß, als Pseudo-Intellektueller sollte ich diesen Film über einen Uni-Dozenten und sein aus dem Ruder laufendes Leben klasse finden…tue ich aber nicht, auch wenn ich zugegebenermaßen ab und zu schmunzeln musste. Es ist ja auch großartig, dass es der Film versteht in jeglicher Hinsicht seine “Botschaft” zu transportieren – das schaffen schließlich die wenigsten Filme – aber was bringt mir das als Zuschauer, wenn mich das Gezeigt gerade deshalb nie so wirklich mitreißt?
★★★★★★★★★★
4/10
Wolfman
Der Stab von Wolfman liest sich wie ein kleines Who-is-Who der jüngeren Filmgeschichte. Gleich vier Oscarpreisträger (Anthony Hopkins, Benicio Del Toro, Walter Murch und Joe Johnston) haben an diesem Film mitgewirkt (und mit Danny Elfman ein Komponist, der immerhin vier Mal für den Oscar nominiert war). Da sollte doch ein interessanter Film zustande kommen, oder? Die Antwort ist ein klares „Jein“. Die gebotene „Qualität“ schwankt einfach zu sehr, um zu einem anderen Schluss kommen zu können. Man wird einfach nicht das Gefühl los, dass sich der eine oder andere große Namen nur des Geldes wegen auf Wolfman eingelassen hat.
Da wäre Hopkins, der seine Rolle zwar routiniert herunterspielt, aber zugleich den Eindruck hinterlässt, als ob er sich für diesen Film nicht unnötig überanstrengen wolle. Elfman scheint es Hopkins gleich tun zu wollen. Sein Soundtrack ist durchaus stimmungsvoll geraten, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen das große Teile aus Sleepy Hollow (gut, hier kopiert er sich wenigstens selbst) und Bram Stokers Dracula „entlehnt“ wurden. Die Arbeit der Drehbuchautoren scheint ebenfalls diesem Arbeitsprinzip entsprungen und nicht allzu fordernd gewesen zu sein, denn die Story des Originals (The Wolf Man) wurde fast eins zu eins übernommen. Nur um einen klischeehaften Vater-Sohn Zwist und das viktorianische Setting wurde die Story ergänzt (halt das stimmt nicht, es wurden auch noch einige Motive aus anderen Horrorfilmen übernommen, aber darauf will ich nicht näher eingehen, um nicht Gefahr zu laufen die Story zu spoilern). Bequemlichkeit scheint hierfür die einzige Erklärung zu sein…naja, zumindest wird es die Fans des Originals freuen.
Das soll nicht heißen, dass das alles schlecht gemacht wäre, nein, Wolfman ist ein durchaus stimmiges Schauermärchen, es ist nur vielmehr so, dass der Film doch etwas altbacken daher kommt und sich dabei so ernst nimmt, dass man nur verwundert den Kopf schütteln kann.
Bin die letzten Tage mehrmals darauf angesprochen worden, was denn mit meinem Blog los sei, weil keine Updates mehr kommen und sich schon der eine oder andere Spampost durch den Filter gemogelt hatte. Tja, damit hat es nichts spektakuläres auf sich. Ich hatte die letzten Wochen einfach ‘ne Menge um die Ohren (Uni hier, ein Umzug da, usw.) – da blieb leider nicht genügend Zeit, um ein bißchen zu schreiben. In den nächsten 1-2 Tagen wird es aber wieder ein paar Kritiken geben (z.B. Wolfman). Vielleicht schreibe ich zur Abwechslung auch mal ein paar Worte zu ein paar Filmbüchern…wollte ich ja schon länger machen.
Guy Ritchie ist offensichtlich ausgezogen, um die Figur des Sherlock Holmes neu zu erfinden. Bereits die ersten 10 Minuten des Films bieten mehr Action als etwa 75 Prozent aller vorherigen Verfilmungen von Arthur Conan Doyles Krimigeschichten zusammen (und das will etwas heissen, denn Sherlock Holmes ist, neben Dracula, die wohl am meisten auf Zelluloid gebannte Figur in der Geschichte des Kinos). Nein, die ersten Minuten lassen keinen Zweifel: dieser Holmes will anders sein. Aber ist er das auch wirklich?
Nicht wenige Fans, die die Figur des Sherlock Holmes mit Größen wie Peter Cushing oder Basil Rathbone verbinden, dürften reichlich geschluckt haben als ihnen bewusst wurde , dass tatsächlich Robert Downey Jr. für die Rolle besetzt wurde. Eine klare Entscheidung gegen das klassische Erscheinungsbild der Figur (amüsanter Weise entspricht Holmes’ Widersacher – besetzt mit einem sehr gut aufgelegten Mark Strong – ziemlich genau diesem klassischen Bild…Ritchie hat eben Humor). Auch charakterlich scheint sich der “neue” Holmes von seinen “Vorgängern” zu unterscheiden. Dieser Holmes nimmt Drogen, prügelt sich und ist offensichtlich psychisch gestört. Denkt man aber kurz über diese Darstellung nach, wird einem sofort bewusst – gesetz man hat die eine oder andere Conan Doyle Geschichte gelesen – das diese “Erneuerung” eigentlich gar keine ist. Conan Doyle selbst beschreibt den guten Holmes ja als einen selbstverliebten Egomanen, der an einer Form von manischer Depression leidet und eben jenes Leiden durch Drogenkonsum zu behandeln sucht. Dieser Aspekt der Figur wird in der Regel einfach ausgeblendet, so dass nur die Hülle des genialen Detektivs mit dem messerscharfen Verstand übrig bleibt. Im Prinzip sehen wir also keinen “neuen”, sondern den “echten” Sherlock Holmes. Insofern ist die Besetzung der Rolle mit Downey Jr., der Holmes die Anmutung eines traurigen Clowns verleiht, brillant und absolut richtig.
Leider kann Ritchies Inszenierung mit seinem Anspruch der “Erneuerung” nicht mithalten. Sie ist zwar stellenweise recht gewitzt und versprüht den typischen Guy Ritchie Charme, aber des öfteren ist sie auch einfach nur plump. Ich will das an einem Beispiel demonstrieren: Sherlock Holmes Fähigkeit Abläufe aufgrund seiner genialen Kombinationsgabe zu berechnen. Um den Teenies zu zeigen weshalb es eigentlich ganz “cool” ist, ein schlaues Kerlchen zu sein (zumindest ist das meiner Meinung nach die eigentlich Motivation hinter diesen Szenen), zeigt uns Ritchie mehrmals wie Holmes einen Kampf im Voraus berechnet. Wir spulen quasi vor (sehr stylisch mit Timeramps aufgezogen…erinnert stark an Snatch) und hören dabei Holmes Folgerungen, die soweit gehen, dass sie sogar den Zeitraum voraussagen, den die psychologische Genesung des “Opfers” in Anspruch nehmen wird. Das ist drehbuchtechnisch richtig gut, weil es uns eine Menge über die Figur des Sherlock Holmes verrät – was für ein Kerl muss das sein, der nicht nur so eine Fähigkeit besitzt, sondern diese auch noch mt der Kaltblütigkeit eines Psychopathen einsetzt? Das Problem ist nur, dass der Zuschauer dann auch noch die Ausführung zu sehen bekommt. Der Vorgang findet also zweimal statt und das ist schlicht und einfach unnötig wie Kropf und langweilig. Gut, beim ersten Mal trägt es wenigstens inhaltlich noch etwas bei, weil wir Holmes selbstverliebte Reaktion beim Gelingen seiner Aktion beobachten können, aber beim zweiten Mal ist es einfach nur noch eine sinnlose Spielerei. Und gerade dann, wenn diese Spielerei richtig interessant werden könnte – nämlich dann wenn Holmes es mit einem ihm überlegenen Gegner zu tun bekommt – verzichtet Ritchie auf ihren Einsatz! Sorry, aber genau da wäre es doch interessant zu erfahren, was der Figur durch den Kopf geht.
Die CSI typischen wir-ermitteln-und-sehen-Flashbacks-Szenen sind auch nicht gerade originell. Originalität ist grundsätzlich ein überraschend großes Problem des Drehbuchs. Wer heutzutage immer noch seinen Detektiv den Ort des nächsten Mords durch das Aufzeichnen eines Pentagramms auf einer Stadtkarte ermitteln lässt, gehört selbst rituell geopfert. Auch Logikfehler weißt das Drehbuch zuhauf auf (Offensichtlichste Logikfehler! Und das bei Sherlock Holmes…das ist ja an Ironie nicht mehr zu überbieten). Da springen Menschen ins Wasser und sind in der nächsten Einstellung wie durch ein Wunder von der Nässe befreit und eine Verfolgungsjagd, bei der es immer tiefer hinab geht, endet auf einem der höchsten Punkte der Stadt (wenigsten wird das selbstironisch mit einem “Du bist wohl irgendwo falsch abgebogen!” kommentiert), um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Egal, im Prinzip lohnt sich der Kinobesuch nämlich schon allein wegen des großartigen Soundtracks und der überragend animierten Credits (!). Und der Film selbst ist ja trotz seiner Schwächen wirklich sehr unterhaltsam geraten. Witz, Action und spielfreudige Schauspieler…der Daumen geht klar nach oben.
Eine Kritik über “Das Kabinett des Dr. Parnassus” zu schreiben gestaltet sich ungewöhnlich kompliziert…zumindest in meinem speziellen Fall. Zuerst wollte ich nur ein paar Zeilen schreiben, dann wurde daraus ein Plädoyer für “schlecht” geschriebene/geschnittene Filme, das ich komplett löschte weil es prätentiöser Mist war (also in einem noch größeren Umfang, als das in der Regel ohnehin bei mir der Fall ist) und nun versuche ich mich erneut an einer kürzeren Kritik. Woran liegt das? Nun, Parnassus ist ein etwas ungewöhnlicher Film – inhaltlich wie formal.
Die Story des unsterblichen Dr. Parnassus, der mit seiner heruntergekommen Gauklertruppe durch die Welt tingelt, ist – typisch für einen Film von Terry Gilliam – skurill und verquer. Zentrales Handlungselement ist dabei der Spiegel des Dr. Parnassus. Wer durch diesen hindurch tritt findet sich in der Gedankenwelt des Doktors wieder, die den Besucher mit dessen eigenen Phantasien in surrealen Traumwelten konfrontiert. Um diesen Spiegel herum entwickeln sich mehrere mteinander verwobene Handlungsstränge: ein Wettstreit mit dem Teufel, eine Dreiecksbeziehung innerhalb der Gauklertruppe und die Frage nach der Identität des dubiosen Fremden, der die Gauklertruppe zu neuem Erfolg führt.
Die Resonanz im Kinosaal fiel recht negativ aus. Eine jüngere Zuschauerin, die wohl wegen des massiven Aufgebots männlicher Stars (die Hauptrolle wird episodenweise von Heath Ledger, Johnny Depp, Jude Law und Colin Farell gespielt!) ins Kino gefunden hatte, meinte gar lautstark: “Da is’ denen wohl mal wieder garnix eingefallen.” Dabei dürfte das Problem eher gewesen sein, das “die” zu viele Einfälle hatten. So viele Einfälle, dass der durchschnittlichen Kinogänger, der sein Glück im zur Dauerberieselung geeigneten Mainstreamkino findet (und das meine ich jetzt keineswegs abwertend) einfach “zu” macht. Quasi nebenher macht der Film Aussagen über Liebe, Religion, Medien, Institutionalisierung, Kommerzialisierung, Träume, Glück und so weiter (oder wie es Douglas Adams einmal treffend ausdrückte: “Das Leben, das Universum und der ganze Rest”). Diese Masse an Ideen und Aussagen, die der Film zum Ausdruck bringt, zeigen sich in der Konsequenz aber eben als konfuses und holprig erzähltes Filmkonstrukt – das Teile des Films aufgrund dessen, das Ledger während der Dreharbeiten verstarb, umgeschrieben werden mussten, hatte sicherlich seinen Anteil an dieser Misere.
Das Problem besteht aber nicht nur aus einem überfrachteten Drehbuch und dem chaotischen Schnitt, sondern es ist auch der Umstand, das bei Gilliam Genie und Unsinn (nein, nicht wahnsinn ) dicht beieinander liegen. In einem Moment überrascht uns der Film z.B. mit subtilen, intelligenten Überlegungen zur menschlichen Existenz und im nächsten Moment kriegt man eine Holzhammermetaphorik um die Ohren gehauen, dass man sich für den Regisseur fremdschämt. So ist Gilliam halt. Trotz allem ist der Film meiner Meinung nach absolut sehenswert. Parnassus gleicht einem wundervollen Gemälde, das bekritzelt, zerknüllt, zerissen und mit Tesafilm wieder zusammengesetzt wurde. Es mag auf den ersten Blick hässlich und keines weiteren Blickes würdig zu sein, aber wer sich die Mühe macht sich etwas länger damit zu beschäftigen kann immer die Schönheit des ursprünglichen Bilds erkenne. Der Film ist letzten Endes ein großartiges Werk über die Auseinandersetzung mit dem inneren Schweinehund, das sich leider selbst ein Bein stellt.
Der erste Post im neuen Jahr! Ich hoffe ihr seit alle gut über die Feiertage gekommen…
Okay, zur Sache: nach all dem Gerede über die geplante Webserie dachte ich mir ich nutze die wenigen Photoshopkenntnisse, die ich mir in den letzten Monaten angeeignet habe, um zur Abwechslung etwas Sinnvolles zu kreieren – ein paar Artworks für TiK! (ich handle also tatsächlich nach meinen “guten Vorsätzen” ) Es werden also in nächster Zeit ein paar Bilder entstehen, die den Look und das Feeling einiger Schlüsselszenen und der Serie insgesamt vorwegnehmen sollen. Außerdem hilft mir diese Vorgehensweise, um mich besser in die Story und die Figuren “einzuarbeiten”.
Das erste Bild ist heute fertig geworden. Es zeigt die Eröffnungseinstellung der ersten Episode (zumindest ist sie das beim jetzigen Stand der Dinge). Zum Inhalt will ich nichts weiter sagen, da das Bild eigentlich für sich spricht und ich keine Details der Handlung spoilern will. Nur eines sei klargestellt: die Serie wird nicht durchgehend diesen schmutzigen, dunklen Look haben und auch keinswegs so bösartig werden, wie es das Bild vermuten lässt . Requisiten, Darsteller etc. sind natürlich auch nicht “final” ;D
Für die volle Größe anklicken!
Weitere Bilder folgen im Lauf der nächsten Wochen…
Meine Vorsätze für’s nächste Jahr sind schon ausformuliert:
1. Diesen Blog am Leben halten
2. Die Qualität meiner Beiträge steigern (so tief wie das Niveau zwischenzeitlich abgesunken ist, sollte das möglich sein )
3. TiK auf die Reihe kriegen, damit ich endgültig von der Rolle des Kritikers in die Rolle des (hoffentlich reichlich) Kritisierten wechsle!
Und da sich zum Ende des Jahres eine Art Jahresrückblick immer anbietet:
2009
Der beste Film: Inglourious Basterds
Der schlechteste Film: The Spirit (eigentlich von 2008, aber da er bei uns erst 2009 gestartet ist…aber Crank II war ihm dicht auf den Fersen)
Die größte Überraschung: Star Trek (wer hätte gedacht, dass dieser Film das Franchise tatsächlich wiederbeleben würde?)
Die größte Enttäuschung: Terminator – Salvation (Ganze dreißig Sekunden wirklich gut )
Der verlässlichste Regisseur: Michael Bay (wo Bay draufsteht ist Mist drin…immer! Wenigstens etwas auf das man sich in dieser schnelllebigen Zeit verlassen kann…sorry, aber ich kann das Jahr nicht ohne einen Seitenhieb gegen Bay beenden. Ich bin ein verbitterter Mensch )
Okay, diese Aufzählung ist jetzt sehr spontan erfolgt und ich habe auch nur große Produktionen berücksichtigt. Ist also sehr wahrscheinlich das ich, wenn ich länger darüber nachdenken würde, eine andere Liste erstellen würde, aber was solls…jetzt ist es in Stein gemeiselt.
Avatar
Der teuerste Film aller Zeiten und ich widme ihm nur eine Kurzkritik – ich denke, das sagt schon einiges darüber aus, was ich von dem Film halte. Tatsächlich koche ich gerade noch nebenher, während ich diese Zeilen schreibe. Ihr seht die Auseinadersetzung mit diesem Film ist mir ungemein wichtig.
Okay, das hat jetzt bei euch vermutlich doch ein falsches Bild von meinem Kinoerlebnis erzeugt, denn Avatar ist keineswegs ein mieser Film. Technisch ist er brillant umgesetzt und über weite Strecken auch durchaus unterhaltsam inszeniert, aber ich finde einfach, dass das insgesamt ein bißchen wenig ist, für einen Film mit einem solchen Budget. Abseits der Effektorgie bleibt nämlich nicht viel Beeindruckendes übrig. Da wäre die naive, kitschige und wenig originelle Öko-Thriller Story, die in erster Linie die Entdeckung Südamerikas und die damit einhergehende Ausrottung der Ureinwohner verarbeitet. Weshalb der Film zweieinhalb Stunden Laufzeit benötigt, um diese platte Verneinung des westlichen Lebensstils (Gott sei dank bin ich als Deutscher in Sachen Selbsthass vorzüglich ausgebildet worden) zu zelebrieren, bleibt ein Rätsel…das Ganze hätte nämlich, so wie es hier dargestellt wird, auch in 60 Minuten abgehandelt werden können. Und ausgerechnet der Part des Handlung, der durchaus interessante Ansätze hat – die Auswirkungen des “Rollenspiels” auf den Spieler – kommt viel zu kurz. Auch “schauspielerisch” ist der Film nicht überzeugend. Die computergenerierten “Indianer” zeichnen sich nicht gerade durch subtiles Minenspiel aus, aber gut, da stehen ihnen einige ihrer menschlichen Kollegen in nichts nach.
Egal, machen wir es kurz. Avatar lohnt sich nur in der 3D Version und dann auch nur für diejenigen, die noch nie einen 3D Film im Kino erlebt haben. Allen anderen empfehle ich auf die DVD/Blu-Ray zu warten. Generell gilt: muss man nicht gesehen haben.
★★★★★★★★★★
6/10
Gamer
Wir befinden uns mal wieder in der nahen Zukunft und natürlich wird die Menschheit auch wieder durch eine böse Macht (in diesem Fall ein Medienkonzern) korrumpiert und bedroht. “Gamer” ist die x-te Auflage der bekannten orwellschen “Big Brother”-Story und bedient sich dabei bei so ziemlich allem was Sci-Fi Kino zu bieten hat (ein bißchen “Running Man“, ein Schuss “Blade Runner“, und so weiter). In dieser Version geht es dann – ganz im Trend unserer Zeit – um eine Gesellschaft in der Computerspiele mit echten Menschen, in die sich der Spieler “einlinkt”, umgesetzt werden.
Allerdings muss ich zugeben, dass der Film seine Sache, trotz des konfusen Drehbuchs (oder vielleicht sogar deswegen !?), gar nicht mal so schlecht macht. Im Prinzip sind es nämliche gerade die Dinge, die der Film objektiv betrachtet schlecht macht, die ihm ein gewissen Charme verleihen. So ist die Action fürchterlich langweilig inszeniert, löst beim Zuschauer also genau das gleiche Gefühl aus, das er auch hätte, wenn er jemandem tatsächlich beim Spielen eines Videospiels zuschauen würde. Auch das Kostümbild und das Set-Design sind nicht das Gelbe vom Ei, aber genau das erweckt überhaupt erst ein klein wenig den Eindruck einer tatsächlich möglichen Version der Zukunft. Die Realität zeichnet sich eben vor allem durch die Geschmacklosigkeit ihrer Bewohner aus . Wirklich schade, das der Film seinen sozialkritischen Ansatz völlig gegen den Baum fährt und den Zuschauer dann auch noch mit einem ziemlich sinnfreien Ende quält, das genau auf die Gesellschaft zugeschnitten ist, die der Film eigentlich kritisieren wollte. Hätten die Filmemacher sich da ein wenig zusammengerissen hätte “Gamer” das Potenzial zur Kult-Trashperle gehabt.
Hat aus seinen “Schwächen” leider nicht genug gemacht