Warum wir das Kino lieben

Schöner Denken veranstaltet eine Blog-Parade zum Thema: Warum lieben wir Kino? Ein Thema das für einen Beitrag auf Filmhass geradezu prädestiniert zu sein scheint.

Warum also lieben wir das Kino? Nun die Antwort ist einfach: Es liegt daran, dass wir relativ unzulängliche Wesen sind. Wir sind hässlich, unbedeutend, schwach, dumm, unsportlich usw. – zumindest unterbewusst hat jeder von uns irgendein kleines oder großes Problem. Im Kino vergessen wir diese Unzulänglichkeit, mit der wir gestraft sind, nicht nur, nein wir überwinden sie sogar. Wir erleben das Geschehen nicht einfach mit dem Helden, wir leben es durch ihn. Wir sind mit einem Mal schön, stark oder was auch immer der „Held“ für uns darstellt. Ein Effekt den in ähnlicher Weise schon Aristoteles in seiner Poetik beschrieben hat.

Das Kino rettet uns also vor uns selbst. Eskapismus pur. Wer bei einem guten Film nicht abschalten kann, muss mehr als nur ernsthafte Probleme in seinem Leben haben. In der Regel sind wir für 90 Minuten von unseren Gebrechen geheilt, ohne selbst aktiv werden zu müssen und das ist doch unser aller Traum: Verharren, verweilen, nichts tun und doch wird alles gut.

Darum lieben wir das Kino. Die Frage ist nur, ob wir es dafür nicht eher hassen sollten (wenigstens ein klein wenig).

2 Kommentare zu „Warum wir das Kino lieben“

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