Archiv für August 2009

Intern: Update per Hand…

Okay, aus irgendeinem unerfindlichen Grund kann ich seit längerer Zeit WordPress nicht mehr automatisch updaten lassen. Da ich aber so langsam den Eindruck habe, dass es wirklich an der Zeit für eine Aktualisierung wäre, spiele ich die neue Version jetzt per Hand auf. Hab’ ich vorher noch nie gemacht…kann also schief gehen.

Wenn ihr hier also nichts mehr seht, dann wisst ihr das ich Mist gebaut habe. Andererseits könnt ihr dann auch diesen Beitrag nicht mehr lesen…äh, ach was solls.

//Nachtrag
Scheint funktioniert zu haben…falls euch was seltsames auffällt, meldet euch.

Wo der Hass hinfällt 1

Es wird wirklich Zeit, dass ich mal wieder etwas poste, das nichts mit den Stylebook Clips zu tun hat.

Public Enemies

Die Bewertung von Michael Manns Film über John Dillinger, den berüchtigsten Bankräuber der USA in den dreißiger Jahren, bereitet mir ehrlich gesagt etwas Kopfschmerzen. Ich mag den Film zwar, aber es spricht einfach sehr viel gegen ihn.

Da wäre das Drehbuch, das mehr als eine Schwäche hat. So bleiben z.B. die meisten Figuren nicht mehr als gesichtslose Stichwortgeber für Hauptdarsteller Johnny Depp (der übrigens anständige Arbeit abliefert). Eine Schwäche die dem dramaturgisch schludrigen Aufbau des Skripts geschuldet ist. Es bietet im Prinzip einfach nur ein “Best Of” aus diesem speziellen Lebensabschnitt Dillingers (eine Krankheit an der die meisten Biopics leiden) ohne einen stimmigen Handlungsbogen zu erzeugen. Viel schlimmer finde ich aber fast noch wie inkonsequent Mann sein eigenes Konzept umsetzt. Auf der einen Seite setzt er auf Pseudo-Realismus (eine digitale Wackelkamera klebt auf sehr gewöhnungsbedürftige Weise an den Geschehnissen – was aber manches Mal sehr eindringlich wirkt), um den Zuschauer dann auf der anderen Seite mit kitschiger Filmmusik und anderen Hollywoodklischees zu belästigen.

Tja, Public Enemies ist ein “Ein-paar-starke-Szenen-Film”. Soll heißen der Film lebt von einigen mitreißenden Szenen, die den Zuschauer dazu motivieren den “Rest” auszuhalten…


5/10

Coraline

Hinter einer kleinen Tür lernt die gelangweilte Coraline ihre “andere” Mutter (mit den Knopfaugen) kennen. Doch alsbald stellt sich die Frage, ob die andere Mutter etwas zum lieben will oder doch nur etwas zum Essen.

Zuerst einmal sei gesagt, dass ich nicht ganz nachvollziehen kann, wie dieses moderne Horrormärchen nach dem Buch von Neil Gaiman eine Altersfreigabe ab 6 Jahren erhalten konnte. Klar, es handelt sich um ein Stop-Motion Trickfilm (Trickfilme sind ja immer für Kinder, nicht wahr?) und Gaimans Vorlage findet sich normalerweise auch eher in der Jugendabteilung der Büchereien, aber ab sechs Jahren? Sorry, da hat die FSK daneben gegriffen (ab 12 wäre sinnvoller gewesen). Die Kids im Kino waren auf jeden Fall ein gutes Stück überfordert, da haben auch die Änderungen gegenüber dem Buch, die den Ekelfaktor mancher Szenen reduzieren sollten, nichts geholfen. Im Gegenteil manche Szenen wirken in der “abgeschwächten” Variante des Films geradezu verstörender. Egal, das macht den Film ja nicht schlecht.

Fragwürdiger sind da mehr diejenigen Modifikationen am Stoff, die den Inhalt der Story betreffen. Der eine oder andere elementare Eingriff in die Handlung mag die Story zwar dramaturgisch betrachtet “besser” machen, nimmt der Story aber das gewisse Gaimansche etwas und ersetzt es durch uninspiriertes Hollywoodkino. Aber gut, das ist auch eine Frage des perönlichen Geschmacks, den Gaimans Vorlage ist zugegebenermaßen etwas “unrund”. Zum größten Teil wird der Film der Vorlage ja aber auch gerecht.

Hmm, ein schön bizarrer Film, aber manchmal weder Fisch noch Fleisch. Dennoch einen Kinobesuch wert…


7/10

Schlechte Besprechung – Gute Bewertung !?

Wie war das nochmal mit dem Morphen?

Spectah/Seasonfree hatte vor einiger Zeit gefragt, ob ich nicht erklären könnte was es mit den Morphing Effekten auf sich hat. Also gut, ich hab’ gerade etwas Zeit also will ich euch einen kleinen Blick “hinter die Kulissen” geben…sonderlich spektakulär wird das aber nicht, da will ich euch gleich vorwarnen. Außerdem soll das hier kein Tutorial werden(dafür gibt’s bessere Seiten), sondern nur ein kurzer Überblick, damit sich der Otto-Normal-Leser nicht zu Tode langweilt.

Okay, fangen wir mit der Frage an, was Morphing überhaupt ist. Wikipedia hilft:

“Im Gegensatz zur Überblendung (Film) wird beim Morphing ein Bild in ein anderes Bild durch Einsatz von zusätzlichen gezielten Verzerrungen überführt. Dabei versucht man, ausgehend von einem Quellbild, einen möglichst realistischen Übergang zu einem Zielbild zu erzeugen. Der typische Morphing-Prozess besteht deshalb darin, markante Bildelemente (z. B. Gesichtszüge wie Mund und Augen oder Objektränder) in Quell- und Zielbild auszuwählen und so zu verzerren, dass ihre Konturen zur Übereinstimmung gebracht werden können.”

Ich demonstriere das am besten anhand des R8 Clips, den ich hier damals online stellte. Ich nehme also zwei Einstellungen des fahrenden R8, die ich “übereinander” lege. Dann zeichne ich Masken um die (oder entlang der) markanten Stellen im Bild(oder besser gesagt in beiden Bildern!). Die beiden nachfolgenden Bilder illustrieren das.

Ursprung Hier handelt es sich um die Einstellung aus der ich “heraus” morphe.

Ziel Dieses Bild zeigt die Zieleinstellung.

Die gelben Linien stehen entsprechend für den Ursprung und die grünen für das Ziel. Die Software berechnet nun aus diesen beiden Bildern und den darin eingezeichneten Masken, sowie einigen anderen Vorgaben, die ich eingebe (dabei geht es um die grundlegende Vorgehensweise der Software) ein Zwischenbild. Das sieht in diesem Fall wie folgt aus:

Gemorpht

Wie ihr sehen könnt, werden die Objekte, die ich per Maske markiert habe, verkleinert und verschoben, ohne ihre “Integrität” zu verlieren. Die unmaskierten Objekte “verwischen” und “verblassen” (daran kann man sehen, das nicht nur verzerrt, sondern auch überblendet wird) dagegen geradezu. An den beiden Steinblöcken auf der rechten Seite könnt ihr den Unterschied zwischen einem maskierten und einem nicht maskierten Objekt gut erkennen. Der “Look” des Effekts hängt also stark davon ab, welche Merkmale man maskiert (oder in welchem Ausmaß man überhaupt maskiert). Beim R8 Clip war die Entscheidung darüber dann auch ein Kompromiß zwischen Ästhetik und mangelnder Zeit(der Effekt wurde für das eigentlich Video dann übrigens noch mal überarbeitet, weil er in der ersten Version noch etwas fehlerhaft war).

So, dass mag sich jetzt recht einfach anhören, ist aber sehr arbeitsaufwändig, da im Fall von sich bewegenden Objekten, wie eben dem R8, die Maskierung für jedes Bild pro Sekunde in der der Morphing Effekt erfolgen soll, angepasst werden muss. Das bedeutet das die Maske für den R8 bei einem Effekt, der eine Länge von einer Sekunde hat, 50 Mal angepasst werden muss (25 Mal Ursprung und 25 Mal Ziel, da eine Sekunde “Film” im Pal Format 25 Bilder hat – vereinfacht gesagt).

Tja, ich hoffe ich habe eure Illusionen über die “aufregende” Arbeit an Morphing Effekten damit endgültig zerstört ;)

Street Race “Making Of” steht online…

Okay, das “Making Of” steht seit gestern Nacht ebenfalls auf www.stylebook.tv. Auf der Seite gibt’s übrigens auch Bilder vom Fotoshooting, falls sich jemand dafür interessiert.

Ich kann das Video leider nicht direkt hier einstellen, weil zurzeit noch eine Begrenzung auf Dateien bis zu einer Größe von 12 MB in meinem Blogsystem eingestellt ist(bei Gelegenheit werde ich das ändern) und da der Clip fast drei Minuten geht, müsste ich beim Konvertieren des Materials deutliche Abstriche machen, bei so einer geringen Dateigröße(aus dem gleichen Grund leidet auch die Bildqualität des Flashvideos auf stylebook.tv). Egal, eine Version mit höherer Bildqualität wird natürlich auch noch auf Youtube gestellt.

//Nachtrag

Der Clip steht jetzt auch endlich auf Youtube: Making Of

Der Stylebook StreetRace Clip 11.08.2009

Okay, ich musste die Musik noch mal leicht überarbeiten, weil meinem Bruder der Sound bei den Titeleinblendungen nicht so wirklich gefallen hat (hatte es halt etwas trashig gestaltet, wie den gesamten Clip eigentlich). Außerdem fallen die Arbeiten an den Webseiten doch etwas umfangreicher aus, weswegen sich die Veröffentlichung eigentlich noch etwas verzögern würde. Aber da ich versprochen hatte, dass ich euch den Clip heute liefere stelle ich ihn jetzt doch schon mal online:

StreetRace
XVID;1 Minute; 12MB

Für diejenigen, die es gerne in höherer Qualität haben wird der Clip im Laufe des Abends noch auf den Stylebook.tv Youtube-Kanal hochgeladen (Werde ich natürlich hier nachtragen, wenn es soweit ist). Bin gespannt was ihr davon haltet, daher sage ich jetzt auch nichts weiter zum Clip…

//Nachtrag
Tja, die Internetverbindung spinnt hier etwas. Die 1,9 GB, die der Clip unkomprimiert hat, werden daher leider nie vollständig an Youtube übertragen. Ich werd’ jetzt in die Stadt fahren und es dort versuchen. Mit etwas Glück ist der Clip dann heute Abend auf Youtube.

//Nachtrag2
Klasse, bei 1,6GB und knapp vier Stunden Uploadzeit ist die Verbindung auch hier zusammengebrochen. Ich werde jetzt einfach eine kleinere Version uploaden, damit das Video überhaupt auf Youtube verfügbar ist.

//Nachtrag XYZ
Okay, der Clip steht jetzt endlich auf Youtube. Hab’ jetzt tatsächlich nur eine 200 MB Version hochgeladen, damit das Ding endlich online ist. Naja, was solls: Street Race auf Youtube

Stylebook 09.08.2009

Okay, die Clips sind fertig geschnitten. Keine Ahnung wie ich es geschafft habe den zweiten Clip innerhalb von 8-9 Tagen fertig zu bekommen, aber es hat funktioniert (auch wenn er jetzt wirklich kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Konzept am Hut hat). Bin jetzt dabei beide Clips zu vertonen und danach wird der Webauftritt angepasst. Soll heißen morgen oder übermorgen sind die Dinger online.

Eine kleine Auflistung was ich beim zweiten Clip alles gemacht habe:

1. Schnitt (lol…)
2. Farbkorrektur von jeder Einstellung (ich hoffe ihr mögt Orange;)
3. Hintergründe ausgetauscht
4. Speed/TimeRamps eingebaut (300 lässt grüssen, allerdings nur ganz wenig)
5. Generell die Grundgeschwindigkeit mancher Einstellungen manipuliert
5. Morphing Effekte eingefügt
6. Mehrere Bildebenen übereinander gelegt, um “Fehler” im Schauspiel über Masken zu korrigieren
7. Reflektionen auf Fensterscheiben und Autos erstellt, um das Fahren besser zu simulieren (in einer Einstellung habe ich sogar an den Rückspiegel gedacht)
8. Eine kleine “Tunnelanimation” für die “fahrenden” Autos
9. In einigen Einstellung künstlich geringe Tiefenschärfe erzeugt
10. Titelanimationen
und und…

Ist jetzt stilistisch ziemlich überzeichnet, aber bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis, wenn ich bedenke wie wenig Zeit zur Verfügung stand.

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