Coffee Dog – Nachtrag
Montag, November 30, 2009Wie versprochen werde ich hier noch ein bißchen was zu Entstehung des Clips sagen. Fangen wir mit dem Look an, der ja bereits kritisiert wurde.
Der Look
Da der Clip inhaltlich überzeichnet daher kommt, dachte ich mir, dass es eigentlich ganz passend wäre, wenn sich das auch in seinem Look wiederspiegelt. Nachdem ich ein wenig herumexperimentiert hatte, bin ich dann bei den “Pinselstrichen” hängen geblieben, die mich wegen ihrer Unruhe an alte Animation aus dem Ostblock erinnerten (ich meine jene Trickfilme, bei denen das Filmbild immer in “Bewegung” bleibt…z.B. wie in diesem Test ). Dumm nur, dass der Effekt durch die Kompression auf Youtube nicht mehr richtig zu erkennen ist. Man erkennt ihn jetzt fast nur noch an den kontrastreichen “Kanten” im Bild. Besonders in den hellen Bildbereichen, wie z.B. dem Boden, geht er völlig verloren. Dieser Qualitätsverlust ist mir erst bewusst geworden, nachdem Moritz und Seasonfree in ihrer Kritik von einem “Unschärfeeffekt” sprachen. Schade, aber da kann ich leider nichts dran ändern (HD wird angeboten, aber normale Pal-Auflösung stellt man nicht voll dar!? Willkommen bei Youtube).
Verzögerungen
Der Look ist auch nicht ganz unschuldig daran, dass sich die Arbeit am Clip in die Länge zog. Ursprünglich hatte ich nämlich den Hintergrund wesentlich dunkler gestaltet. Nachdem diese Version aber wenig anklang fand, musste ich die Helligkeit noch mal ein ganzes Stück nach oben korrigieren. Was wiederum zur Folge hatte, dass der Hund nun eine dunkle “Aura” aufwies, weil es mir der dunklere Hintergrund ermöglicht hatte etwas unsauberer beim “Ausschneiden” des Hundes (um ihn vom Hintergrund zu trennen – der Effekt sollte den Hund ja nicht betreffen) zu arbeiten. Also musste ich auch da wieder Anpassungen vornehmen…egal, im Endeffekt war die Entscheidung den Hintergrund aufzuhellen richtig – wirkt einfach viel besser – auch wenn es ‘ne Menge zusätzlichen Stress ausgelöst hat.
Musik
Auch die Musik hat mir dieses Mal ziemliches Kopfzerbrechen bereitet. Ich hab’ feststellen müssen, dass es alles andere als einfach ist die Musik für einen “lustigen” Clip zu designen(ich spreche mal vom designen, weil es ‘ne Beleidigung für alle richtigen Musiker wäre, wenn ich behaupten würde, ich hätte da etwas “komponiert”). Bei “coolen” Sachen wie den Stylebook Videos reicht im Prinzip etwas rhythmisches mit halbwegs schnellem Beat, das auf den Schnitt abgestimmt ist und gut is’…die Musik soll das Geschehen ja nur untermalen. Bei einem lustigen Clip funktioniert diese Vorgensweise aber nur unzureichend. Die Musik muss schon selbst etwas amüsantes haben, um den Zuschauer davon zu “überzeugen”, dass das was er da sieht auch wirklich lustig ist. Die verwendete Musik war dann auch das Ergebnis von zwei Tagen voller unbefriedigender Versuche etwas brauchbares zu generieren (den ersten zehn Versionen hat man besonders deutlich angehört, dass ich zuviel Industrial höre
). Die Musik entspricht jetzt zwar eigentlich immer noch nicht so ganz dem, was ich mir vorgestellt hatte, aber ich denke sie funktioniert. Insofern bin ich zufrieden – auch weil es diesmal noch gar keine Beschwerden ihretwegen gab
(aber das kann sich ja noch ändern).
Okay, das war ‘ne recht oberflächliche Abhandlung, aber ich will euch auch nicht mit unwichtigen Details langweilen. Falls es irgendwelche Fragen gibt, haltet euch nicht zurück…


