Archiv für Juli 2010

TiK: Kleines Update – 23.07.2010

Okay, TiK hat jetzt eigene Homepage. Meine Wunschdomain habe ich leider nicht bekommen, aber wer rechnet auch damit, dass eine Abkürzung wie TiK wahnsinnig begehrt ist (Tabakwaren im Kaufhaus..wtf?!). Stattdessen habe ich nun gezwungenermaßen den recht eindeutigen kompletten Namen der Serie registriert.

www.totinkonstanz.de

Ist mir eigentlich zu marktschreierisch für eine Internetadresse, aber was solls…jetzt wisst ihr zumindest wofür TiK in erster Linie steht. ;-) Zu sehen gibt es dort allerdings – außer einer provisorischen Page mit Platzhaltergrafik – noch nichts. Die eigentlich Seite wird erst im Laufe der nächsten Wochen online gehen.

Steve Jobs ist Batman!


Ich fand es schon immer ganz amüsant, wenn sich völlig übertriebene Filmideen auf die Realität übertragen. Eine der seltsamsten Ideen der letzten Jahre ist meiner Meinung nach in “The Dark Knight” zu finden. Bruce Wayne alias Batman entwickelt eine Technologie, die alle Handys in Gotham City zu Umgebungsscannern umfunktioniert, um auf diese Weise eine fast allumfassende Überwachung der Stadt zu gewährleisten. Eine Technologie die der Film zu Recht als zu mächtig brandmarkt, als das sie in den Händen eines einzelnen liegen dürfte (d.h. im Prinzip sollte nichts und niemand darüber verfügen).

Nun bin ich heute auf Spiegel.de über einen Artikel gestolpert, indem es darum geht, dass Apple ohne das Wissen seiner Kunden IPhones als Umgebungsscanner einsetzt (allerdings werden nur Sendemasten und W-Lan Hotspots angepeilt). Faszinierend und irgendwie auch beängstigend…ob Apple Boss Steve Jobs sich des Nächtens auch ab und zu ein Cape umwirft und böse Jungs verprügelt?

Eclipse – oder haben Twilight Fans schon mal einen guten Vampirfilm gesehen?

Ich habe kein Problem mit dem Twilight Franchise. Ich bin mir sogar sicher, dass die Bücher ihre Daseinsberechtigung haben. Gut möglich das sie sogar literarische Meisterwerke sind, die der weiblichen Seele all das geben und abverlangen, was es braucht um etwas Harmonie und Glück zu erzeugen. Wer weiß? Ich habe sie nicht gelesen. Im Endeffekt ist es mir auch schlichtweg gleich, ob ihr euch abends mit Harry Potter in die Kiste legt oder von glitzernden Sex And The City Vampiren träumt. Jedem das seine. Was ich allerdings nicht abhaben kann, ist das sinnentleerte, grundlose Hypen von höchstens mittelmäßigen Filmen. Und seien wir ehrlich, die Twilight Filme haben die Hysterie, die um sie herum entstanden ist, bisher nicht ansatzweise rechtfertigen können.

Der erste Teil war okay. Als Teeny Liebesfilm absolut akzeptabel, wenn auch nicht mehr als ein Abziehbild klischeehafter, pubertärer Liebesvorstellungen. Dass der Film auf der Action- und Effektebene versagte ist dabei bedeutungslos. Schließlich handelt es sich hierbei um Aspekte filmischen Schaffens die dem Großteil der Zielgruppe wohl mit ziemlicher Sicherheit am Allerwertesten vorbei gehen. Ich würde dem Film daher guten Gewissens eine 5 von 10 geben. Der zweite Teil war hingegen, wie es bei Fortsetzungen meist der Fall ist, so etwas wie der hässliche Bruder. Die Lovestory – damit meine ich das kastrierte Etwas, dass die Handlung des ersten Teils fortsetzen sollte – wird noch infantiler und überzeugt einfach gar nicht mehr. In Grauen versetzt wird der Zuschauer nur durch noch schlechtere Effekte und Actionsequenzen als man sie aus dem ersten Teil kannte. Und hier ist das von Bedeutung, da das Augenmerk von den Machern bekanntlich mit Absicht auf die Actionebene verschoben wurde, um auch die männlichen Kinogänger anzusprechen. Der Film ist bei allem Wohlwollen gerade mal eine 2 von 10. Früher wurden derartig schlechte Literaturverfilmungen noch von den Fans abgestraft, heutzutage scheint es dagegen der Fall zu sein, dass die Fans so sehr nach einer Leinwandfassung ihres Lieblingsschinkens lechzen, dass sie alles ohne wenn und aber absegnen. Es kann natürlich auch sein, dass Twilight Fans einfach grundsätzlich nicht wissen was einen guten Kinofilm ausmacht.

Nach all dem neuerlichen Geschrei und den Versicherungen, dass der dritte Teil mit Abstand der Beste der Reihe sei, habe ich mich tatsächlich dazu durchringen können Eclipse eine Chance zu geben. Und ich kann bestätigen, dass die Erträglichkeitskurve wieder nach oben verläuft. Der Film ist deutlich besser als der zweite Teil…er ist allerdings immer noch deutlich schlechter als der erste. Das Skript scheint eine Mischung aus einer schlechten Folge von Buffy und einer durchwachsenen Episode von Verliebt in Berlin zu sein. Die Story konzentriert sich wie im zweiten Teil auf eine schwach konstruierte Dreiecksbeziehung. Da ist Bella, die aus dem Off allerhand Belanglosigkeiten vor sich hin „telenovelat“, Edward, der die Idee des knallharten Softies so perfekt verkörpert, dass man sich fragt, ob diese Figur nicht einfach asexuell ist und natürlich Jacob, der wie gehabt von einem hoffnungslos überforderten Taylor Lautner gespielt wird. Lautner, der nicht nur wie eine 80’er Jahre Actionfigur aus Plastik aussieht, sondern auch spielt als wäre er eine. Die Beziehung zwischen diesen Figuren ist insofern schwach konstruiert, als das jegliche Interaktion zwischen den Charakteren auf hanebüchene Weise vom Autor erzwungen wird. Wieder und wieder werden, zum Teil völlig unlogische, Vorwände gefunden, um Schein-Konflikte entstehen zu lassen. Seinen Höhepunkt erreicht dieses Treiben gegen Ende des Films, wenn Edward Bella an einen „sicheren“ Ort bringt, an dem sie zu erfrieren droht und natürlich nur Jacobs Körperwärme sie retten kann, während Edward den beiden beim Kuscheln nur zusehen darf. Wow, Daumen hoch. Das reicht schon an die perversen Allmachtsphantasien eines leicht sadistisch veranlagten Vierzehnjährigen heran. Weiter will ich auf die dramaturgischen Schwächen des Skripts nicht eingehen – dafür ist mir meine Zeit zu schade – glaubt mir einfach, wenn ich euch versichere, dass Eclipse für angehende Autoren eine Fundgrube an Überlegungen ist, wie man ein Drehbuch nicht(!) schreiben sollte (unnütze Rückblenden, sinnlose Actionsequenzen, hoffnungslos verwurstete Handlungsstruktur und vor allem Wiederholungen, Wiederholungen, Wiederholungen…etc.).


Aber hey, immerhin hat man mit David Slade einem echten Experten in Sachen Vampiraction das Ruder übergeben – dann sollte die Inszenierung doch zumindest in dieser Hinsicht etwas taugen, oder? Von wegen. Die Effekte sind gegenüber dem zweiten Teil nur unwesentlich besser gelungen. Etwas Lächerlicheres als die computergenerierten Plüsch-Wau-Waus, die sich in der Twilight Saga Werwölfe nennen, wird man auf jeden Fall so schnell bei keinem größeren Hollywoodfilm mehr finden. Das gilt sowohl fürs Design als auch für die technische Ausführung – die Verwandlungen gehören zu den lieblosesten Transformationen, die ich jemals gesehen habe. Die Inszenierung der Actionsequenzen ist auch nicht wirklich überzeugend. Die Sequenzen wirken deplatziert und scheinen meist nur deshalb stattzufinden, weil man Angst hatte, dass die Zuschauer einschlafen könnten, wenn nicht wenigstens jede halbe Stunde jemand durch den Wald gehetzt wird. Tatsächlich scheint Slades Vorstellung von interessanter Action auf abgetrennte, herumfliegende Körperteile beschränkt zu sein (ohne einen einzigen Blutspritzer wohlgemerkt!). Sehr originell. Auch abseits von Action und Effekten ist Slades Arbeit im besten Fall durchschnittlich. Das zeigt sich vor allem in den Details. Das z.B. die ach so animalischen Werwölfe in ihrer menschlichen Form wie geleckt aussehen, hatte der zweite Teil ja schon in Stein gemeißelt. Dass diese Naturburschen, die nur mit Shorts bekleidet herumlaufen, Turnschuhe tragen, will aber einfach gar nicht ins Konzept passen. Was für ein animalischer Kerl…hat wohl Angst sich die Füße schmutzig zu machen. Das mag euch unwichtig, ja auf geradezu lächerliche Weise unbedeutend erscheinen, aber macht euch bewusst, dass das ein klares Anzeichen dafür ist, dass sich die Verantwortlichen nie wirklich mit der Figur eines indianischen Werwolfs auseinandergesetzt haben. Die Inszenierung wurde stattdessen nach Schema F herunter gedudelt. Fertig. Lieblos nenne ich das. Der Film ist es gar nicht wert, dass ich mich noch länger mit ihm auseinandersetze…

Fazit:
Eclipse ist belanglose Dutzendware, die eigentlich direkt auf den DVD Markt geschmissen gehört. Eines steht fest: meine masochistische Ader ist definitiv nicht stark genug ausgeprägt, dass ich mir auch noch den vierten Teil ansehen werde.


4/10

//Nachtrag
Ich habe die ersten beiden Teile übrigens zusammen mit meiner Frau angesehen und sie war wesentlich härter in ihrem Urteil als ich (die Bücher kennt sie ebenfalls nicht).

Neues Design für Filmhass…

Okay, es wird wirklich Zeit, dass Filmhass mal einen neuen Anstrich verpasst bekommt. Ich hatte heute etwas Zeit, also hab’ ich was gebastelt. Es ist nicht perfekt und wird wohl bei zu großen oder zu kleinen Auflösungen nicht korrekt angezeigt werden, aber ich kann meine alte Seite einfach nicht mehr sehen. In ein paar Minuten geht das neue Design online.

Sollte jemand eklatante Fehler bei der Darstellung oder Nutzung feststellen…gebt einfach bescheid ;-)

Offtopic: Facebook oder Google Analytics? Gerne, aber nur mit Disclaimer!

Dr.Web hat einen interessanten Artikel über die rechtliche Problematik beim Verwenden des Facebook “Gefällt mir”-Buttons geschrieben. Um es kurz zu machen: wenn ihr einen solchen Button auf eurem Blog verwendet, dann müsst ihr eure Leser mittels eines Disclaimers darüber aufklären. Wer das versäumt kann abgemahnt werden! Selbiges gilt für diejenigen, die Google Analytics verwenden.

Ein Beispiel für so einen Disclaimer im Falle des “Gefällt mir”-Buttons findet ihr in Dr.Webs Artikel. Einen Disclaimer für die Verwendung von Google Analytics gibt es hier unter Punkt 8.1 .

Werbung Werbung Werbung…

Wie ihr unschwer erkennen könnt, habe ich den Kampf gegen die Gier verloren und Filmhass mit Werbung zugepflastert. Ich hoffe ihr macht mich reich…

Okay, das war nicht ernst gemeint. Dachte ich stelle das klar, da manche Internetuser angeblich plakative Ironie ohne einen fetten Smiley nicht erkennen können (und da ich heute meinen fiesen Tag habe, verzichte ich in diesem Artikel auf Smileys…hier würde übrigens jetzt ein zwinkernder Smiley stehen, äh, und hier jetzt auch und…).

Nein, ich hoffe einfach das genug zusammen kommt, damit die Kosten, die die Seite verursacht, wieder hereinkommen. Ich denke das sollte im Bereich des Möglichen liegen. Werde in den nächsten Wochen wohl noch ein wenig mit den Anzeigepositionen experimentieren.

Bright Falls – Es gibt auch gute Videospielwebserien…

Vor einiger Zeit habe ich mich hier über die aufwändige, aber insgesamt sehr schlechte Live-Action Webserie zu dem PC- und Videospiel “Assassins Creed” ausgelassen. Nun bin ich vor einigen Tagen über eine nicht ganz so aufwändige, dafür aber wesentlich bessere Webserie – sie bewegt sich auf dem Niveau einer besseren Us-Fernsehserie – zu einem Videospiel gestolpert: “Bright Falls”, das die Vorgeschichte für das Spiel Alan Wake liefert.

BF ist ein Mystery-Thriller der von den Arbeiten David Lynchs und Stephen Kings beeinflusst worden zu sein scheint. Die Story wirkt zumindest wie eine Mischung aus den bizarren Traumwelten Lynchs und Kings Geschichten über Kleinstädte, in die der Horror einzieht. Da ich selbst gerade an einer Webserie arbeite finde ich das Projekt natürlich recht interessant. Interessant, weil die stimmungsvollen, in reichlich Schatten getauchten Bilder und der Thriller Plot ein wenig in die Richtung gehen, die mir ursprünglich für mein eigenes Projekt vorschwebte und ich daher die Möglichkeit habe anhand von „Bright Falls“ meine eigenen Überlegungen zur Herstellung einer Krimi/Thriller Webserie zu überprüfen.

Im Prinzip gibt es nur eine Frage, die mich als Filmemacher interessiert: Wie bringe ich möglichst viele Menschen dazu meine Arbeit anzusehen? Da ist BF als Serie durchaus aufschlussreich, weil sie vieles richtig zu machen scheint, aber es trotzdem nicht schafft, ihr „Publikum“ zu halten. Von Folge zu Folge verliert die Serie um die 100.000 Klicks (die Serie hat insgesamt 6 Folgen). Nur die letzte Folge legt hingegen zu. Dazu gleich mehr. (Den Gedanken, dass nicht jeder etwas für Mystery-Thriller übrig hat, lasse ich im Weiteren außer Acht, da BF ja gezielt an Fans des Spiels gerichtet ist)

Aber beginnen wir mit der ersten Folge.

Einen erstklassigen Fehlstart nenne ich das. Warum? Weil der Zielgruppe (zur Erinnerung es geht um ein actionlastiges Videospiel) offensichtlich die Schauwerte fehlten, um am Ball zu bleiben. Wie ich darauf komme? Durch das Ausschlussverfahren. Wie ich schon erwähnte legt die Serie mit der letzten Folge entgegen dem Trend noch einmal zu (um etwa 27.000 Klicks). Allem Anschein nach wurde die letzte Episode von den Usern also häufiger an Freunde weitergeleitet als es zuvor der Fall war. Es stellt sich also die Frage, warum das der Fall ist.

Handwerklich sind alle Folgen recht gut gemacht. Ob Kamera, Licht, Schnitt oder Ton, das alles ist durchaus überzeugend. Einzig beim Set-Design, den VFX und den SFX sind kleine Ausreißer nach unten zu verzeichnen, die aber nicht wirklich ins Gewicht fallen dürften. Handwerkliche Mängel werden also nicht der Grund für den hohen Rückgang an Klicks sein. Die Story ist auch nicht schlecht geschrieben. Die geheimnisvolle Handlung mag dem einen oder anderen zu viele Fragen offen lassen, aber bei Lost funktionierte das auch. Des Weiteren gibt es einen funktionierenden Spannungsbogen, der alle Folgen umfasst, um die Zuschauer bei der Stange zu halten. Zusätzlich hat jede Folge ihren eigenen kleinen Handlungs-„Höhepunkt“, so dass man auch auf der dramaturgischen Ebene keine handwerklichen „Missetaten“ attestieren könnte. Tatsächlich unterscheidet sich die letzte Episode nur in einem vom Rest der Serie: sie gibt der Zielgruppe was sie erwartet. Das wäre zum einen die Hauptfigur des Spiels, Alan Wake, die tatsächlich erst am Ende der letzten Folge zum ersten Mal richtig in Erscheinung tritt. Und zum anderen hätten wir da eine simple aber wirkungsvolle Effektaufnahme von zum Leben erwachenden Schatten. Solche lebenden Schatten sind wohl ein wichtiger Bestandteil des Spiels und daher etwas was die User sehen wollen.

Das Dilemma der Serie besteht mehr oder weniger darin, dass die Macher ein gutes Produkt abliefern wollten. Eine Story die sich Zeit nimmt, um uns in ihre Wirren einzuführen. Eine Kamera, die uns mit eindringlichen Bildern tiefer in die Handlung saugen will. Allein die Fans pfeiffen drauf. Sie wollen ihren Star sehen und ein paar Effekte…um es überspitzt zu sagen: die Fans legen das Verhalten eines Pornokonsumenten an den Tag, der sich aus Versehen einen Film mit „Handlung“ ausgeliehen hat und nun entnervt abschaltet, weil er auch nach längerem vorspulen immer noch nicht beim „Wesentlichen“ angelangt ist.

Als Schluss sollte man daraus nun nicht ziehen, dass man in jede Episode mindestens eine sinnlose Explosion einbauen sollte. Allerdings muss man beim Schreiben einer derartigen Serie wohl oder übel berücksichtigen, dass die Mehrheit der potenziellen Zuschauer einen Knalleffekt braucht, um auch die nächste Episode anzuklicken.

Fehler, mal wieder…

Ókay, posten ist wieder möglich und die Seite aufrufbar. Der Fehler scheint behoben. Hoffentlich bleibt es so…

//Nachtrag
Es lag wohl am Sexy Bookmarks Plugin, daher bleibt dieses Plugin bis auf weiteres deaktiviert.

The Warriors: Wie ein dreißig Jahre alter Film Sin City locker in die Tasche steckt!

Als ich mich gestern ein wenig auf My Life In Reverse umgesehen habe, ist mir mal wieder aufgefallen wie viele kleine (und große) Filmperlen der Mehrheit der Filmenthusiasten unbekannt sind. Also will ich zur Abwechslung darauf verzichten Filme niederzumachen und stattdessen einen meiner Lieblinge anpreisen. ;-)

In den USA ist “The Warriors” ein Stück Popkultur. In Europa kennt den Film praktisch niemand (ausgenommen ein paar Kids, die sich das schwache gleichnamige Videospiel reingezogen haben). Nun man muss sicherlich nicht alles kennen was in den USA Ruhm erlangt hat, aber in diesem speziellen Fall entgeht dem Kinofan einiges, denn „The Warriors“ ist aus gutem Grund zum Kultfilm geworden.

Der Erfolg des Films ist dabei nicht in erster Linie das Verdienst von Regisseur Walter Hill, der sich wie viele Regisseure seiner Generation am Werk des brillanten Akira Kurosawa orientierte als er “The Warriors” drehte (was sich besonders deutlich im Showdown – eine offensichtliche Hommage an Yojimbo – wiederspiegelte). Es lag auch nicht allein an dem großartigen Soundtrack, der den Film auf eine andere Ebene katapultiert und ihn streckenweise allein anzutreiben scheint. Ganz sicher lag es auch nicht an der Story. Die ist nämlich – wie bei den meisten Actionfilmen – eher dämlich, stellenweise unfreiwillig komisch und recht pubertär: die Warriors müssen sich eine Nacht lang durch das Gebiet feindlicher Gangs schlagen (im wahrsten Sinne des Wortes). Aus diesem Grund empfehle ich hier auch ausdrücklich den 2005 erschienen Director’s Cut, der sich selbst nicht mehr so ernst nimmt und die Verweise zum Medium des Comics noch stärker herausarbeitet…was die Story auf ein akzeptables Level hebt.

Nein, was “The Warriors” wirklich einzigartig macht, ist sein Look. Einige Szenen wirken derart stilisiert, dass man sie getrost als sich bewegende expressionistische Gemälde bezeichnen darf. Vor allem die Eröffnungssequenz muss in ihrer drastischen Bildästhetik manchem Kinogänger 1979 wie ein Schlag ins Gesicht vorgekommen sein. Was Kamermann Andrew Laszlo hier, wenn auch nur in einigen wenigen Einstellungen, fabrizierte dürfte den heutigen Zuschauer, der das visuelle Extrem gewohnt ist, nicht mehr sonderlich kratzen. Vor dreißig Jahren aber war das schlichtweg unglaublich und nahm im Prinzip eine Optik vorweg, für die Sin City Jahrzehnte später gefeiert werden sollte (und das in Farbe…jeder der etwas Erfahrung mit Fotografie gesammelt hat, weiß das es wesentlich einfacher ist ein stimmungsvolles Schwarzweißbild zu erschaffen).

Und das Beste daran? Der Look war ein “Unfall”. Das verfügbare Filmmaterial war nicht sonderlich lichtempfindlich und das Budget lies kein großes Lichtequipment zu, also filmte Laszlo einfach “auf gut Glück”. Das Ergebnis ist Filmgeschichte…

TiK: Testclip Sturm

Als ich mit dem Schreiben an TiK begonnen hatte, kam mir irgendwann die Idee ein paar Szenen bei Regenwetter spielen zu lassen. Eine Idee, die ich sehr schnell verwarf, denn weder würde ich es mir leisten können mit dem Dreh auf Regen zu warten, noch könnte ich – wegen des begrenzten Budgets – vor Ort Regen “erzeugen”. Was aber wenn das Gegenteil passiert und mir Regen einen Strich durch die Dreharbeiten macht?

Ich musste also eine Möglichkeit finden künstlichen Regen zu generieren. Hier das Ergebnis (mein Dank geht in diesem Zusammenhang an Alex Verlan, der den folgenden Clip mit seinen erstklassigen Tipps überhaupt erst möglich gemacht hat).

Ps.
Leider weist der Clip ein kaum merkliches Zittern auf, nachdem ich ihn bei Youtube eingestellt habe. Ich vermute mal das hängt mit der Kompression zusammen. Egal, ich denke der Clip zeigt trotzdem einigermaßen gut was möglich ist…der letzte Schliff fehlt hier eh noch.

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