Archiv für die Kategorie „Clips“

Bright Falls – Es gibt auch gute Videospielwebserien…

Vor einiger Zeit habe ich mich hier über die aufwändige, aber insgesamt sehr schlechte Live-Action Webserie zu dem PC- und Videospiel “Assassins Creed” ausgelassen. Nun bin ich vor einigen Tagen über eine nicht ganz so aufwändige, dafür aber wesentlich bessere Webserie – sie bewegt sich auf dem Niveau einer besseren Us-Fernsehserie – zu einem Videospiel gestolpert: “Bright Falls”, das die Vorgeschichte für das Spiel Alan Wake liefert.

BF ist ein Mystery-Thriller der von den Arbeiten David Lynchs und Stephen Kings beeinflusst worden zu sein scheint. Die Story wirkt zumindest wie eine Mischung aus den bizarren Traumwelten Lynchs und Kings Geschichten über Kleinstädte, in die der Horror einzieht. Da ich selbst gerade an einer Webserie arbeite finde ich das Projekt natürlich recht interessant. Interessant, weil die stimmungsvollen, in reichlich Schatten getauchten Bilder und der Thriller Plot ein wenig in die Richtung gehen, die mir ursprünglich für mein eigenes Projekt vorschwebte und ich daher die Möglichkeit habe anhand von „Bright Falls“ meine eigenen Überlegungen zur Herstellung einer Krimi/Thriller Webserie zu überprüfen.

Im Prinzip gibt es nur eine Frage, die mich als Filmemacher interessiert: Wie bringe ich möglichst viele Menschen dazu meine Arbeit anzusehen? Da ist BF als Serie durchaus aufschlussreich, weil sie vieles richtig zu machen scheint, aber es trotzdem nicht schafft, ihr „Publikum“ zu halten. Von Folge zu Folge verliert die Serie um die 100.000 Klicks (die Serie hat insgesamt 6 Folgen). Nur die letzte Folge legt hingegen zu. Dazu gleich mehr. (Den Gedanken, dass nicht jeder etwas für Mystery-Thriller übrig hat, lasse ich im Weiteren außer Acht, da BF ja gezielt an Fans des Spiels gerichtet ist)

Aber beginnen wir mit der ersten Folge.

Einen erstklassigen Fehlstart nenne ich das. Warum? Weil der Zielgruppe (zur Erinnerung es geht um ein actionlastiges Videospiel) offensichtlich die Schauwerte fehlten, um am Ball zu bleiben. Wie ich darauf komme? Durch das Ausschlussverfahren. Wie ich schon erwähnte legt die Serie mit der letzten Folge entgegen dem Trend noch einmal zu (um etwa 27.000 Klicks). Allem Anschein nach wurde die letzte Episode von den Usern also häufiger an Freunde weitergeleitet als es zuvor der Fall war. Es stellt sich also die Frage, warum das der Fall ist.

Handwerklich sind alle Folgen recht gut gemacht. Ob Kamera, Licht, Schnitt oder Ton, das alles ist durchaus überzeugend. Einzig beim Set-Design, den VFX und den SFX sind kleine Ausreißer nach unten zu verzeichnen, die aber nicht wirklich ins Gewicht fallen dürften. Handwerkliche Mängel werden also nicht der Grund für den hohen Rückgang an Klicks sein. Die Story ist auch nicht schlecht geschrieben. Die geheimnisvolle Handlung mag dem einen oder anderen zu viele Fragen offen lassen, aber bei Lost funktionierte das auch. Des Weiteren gibt es einen funktionierenden Spannungsbogen, der alle Folgen umfasst, um die Zuschauer bei der Stange zu halten. Zusätzlich hat jede Folge ihren eigenen kleinen Handlungs-„Höhepunkt“, so dass man auch auf der dramaturgischen Ebene keine handwerklichen „Missetaten“ attestieren könnte. Tatsächlich unterscheidet sich die letzte Episode nur in einem vom Rest der Serie: sie gibt der Zielgruppe was sie erwartet. Das wäre zum einen die Hauptfigur des Spiels, Alan Wake, die tatsächlich erst am Ende der letzten Folge zum ersten Mal richtig in Erscheinung tritt. Und zum anderen hätten wir da eine simple aber wirkungsvolle Effektaufnahme von zum Leben erwachenden Schatten. Solche lebenden Schatten sind wohl ein wichtiger Bestandteil des Spiels und daher etwas was die User sehen wollen.

Das Dilemma der Serie besteht mehr oder weniger darin, dass die Macher ein gutes Produkt abliefern wollten. Eine Story die sich Zeit nimmt, um uns in ihre Wirren einzuführen. Eine Kamera, die uns mit eindringlichen Bildern tiefer in die Handlung saugen will. Allein die Fans pfeiffen drauf. Sie wollen ihren Star sehen und ein paar Effekte…um es überspitzt zu sagen: die Fans legen das Verhalten eines Pornokonsumenten an den Tag, der sich aus Versehen einen Film mit „Handlung“ ausgeliehen hat und nun entnervt abschaltet, weil er auch nach längerem vorspulen immer noch nicht beim „Wesentlichen“ angelangt ist.

Als Schluss sollte man daraus nun nicht ziehen, dass man in jede Episode mindestens eine sinnlose Explosion einbauen sollte. Allerdings muss man beim Schreiben einer derartigen Serie wohl oder übel berücksichtigen, dass die Mehrheit der potenziellen Zuschauer einen Knalleffekt braucht, um auch die nächste Episode anzuklicken.

The Warriors: Wie ein dreißig Jahre alter Film Sin City locker in die Tasche steckt!

Als ich mich gestern ein wenig auf My Life In Reverse umgesehen habe, ist mir mal wieder aufgefallen wie viele kleine (und große) Filmperlen der Mehrheit der Filmenthusiasten unbekannt sind. Also will ich zur Abwechslung darauf verzichten Filme niederzumachen und stattdessen einen meiner Lieblinge anpreisen. ;-)

In den USA ist “The Warriors” ein Stück Popkultur. In Europa kennt den Film praktisch niemand (ausgenommen ein paar Kids, die sich das schwache gleichnamige Videospiel reingezogen haben). Nun man muss sicherlich nicht alles kennen was in den USA Ruhm erlangt hat, aber in diesem speziellen Fall entgeht dem Kinofan einiges, denn „The Warriors“ ist aus gutem Grund zum Kultfilm geworden.

Der Erfolg des Films ist dabei nicht in erster Linie das Verdienst von Regisseur Walter Hill, der sich wie viele Regisseure seiner Generation am Werk des brillanten Akira Kurosawa orientierte als er “The Warriors” drehte (was sich besonders deutlich im Showdown – eine offensichtliche Hommage an Yojimbo – wiederspiegelte). Es lag auch nicht allein an dem großartigen Soundtrack, der den Film auf eine andere Ebene katapultiert und ihn streckenweise allein anzutreiben scheint. Ganz sicher lag es auch nicht an der Story. Die ist nämlich – wie bei den meisten Actionfilmen – eher dämlich, stellenweise unfreiwillig komisch und recht pubertär: die Warriors müssen sich eine Nacht lang durch das Gebiet feindlicher Gangs schlagen (im wahrsten Sinne des Wortes). Aus diesem Grund empfehle ich hier auch ausdrücklich den 2005 erschienen Director’s Cut, der sich selbst nicht mehr so ernst nimmt und die Verweise zum Medium des Comics noch stärker herausarbeitet…was die Story auf ein akzeptables Level hebt.

Nein, was “The Warriors” wirklich einzigartig macht, ist sein Look. Einige Szenen wirken derart stilisiert, dass man sie getrost als sich bewegende expressionistische Gemälde bezeichnen darf. Vor allem die Eröffnungssequenz muss in ihrer drastischen Bildästhetik manchem Kinogänger 1979 wie ein Schlag ins Gesicht vorgekommen sein. Was Kamermann Andrew Laszlo hier, wenn auch nur in einigen wenigen Einstellungen, fabrizierte dürfte den heutigen Zuschauer, der das visuelle Extrem gewohnt ist, nicht mehr sonderlich kratzen. Vor dreißig Jahren aber war das schlichtweg unglaublich und nahm im Prinzip eine Optik vorweg, für die Sin City Jahrzehnte später gefeiert werden sollte (und das in Farbe…jeder der etwas Erfahrung mit Fotografie gesammelt hat, weiß das es wesentlich einfacher ist ein stimmungsvolles Schwarzweißbild zu erschaffen).

Und das Beste daran? Der Look war ein “Unfall”. Das verfügbare Filmmaterial war nicht sonderlich lichtempfindlich und das Budget lies kein großes Lichtequipment zu, also filmte Laszlo einfach “auf gut Glück”. Das Ergebnis ist Filmgeschichte…

TiK: Testclip Sturm

Als ich mit dem Schreiben an TiK begonnen hatte, kam mir irgendwann die Idee ein paar Szenen bei Regenwetter spielen zu lassen. Eine Idee, die ich sehr schnell verwarf, denn weder würde ich es mir leisten können mit dem Dreh auf Regen zu warten, noch könnte ich – wegen des begrenzten Budgets – vor Ort Regen “erzeugen”. Was aber wenn das Gegenteil passiert und mir Regen einen Strich durch die Dreharbeiten macht?

Ich musste also eine Möglichkeit finden künstlichen Regen zu generieren. Hier das Ergebnis (mein Dank geht in diesem Zusammenhang an Alex Verlan, der den folgenden Clip mit seinen erstklassigen Tipps überhaupt erst möglich gemacht hat).

Ps.
Leider weist der Clip ein kaum merkliches Zittern auf, nachdem ich ihn bei Youtube eingestellt habe. Ich vermute mal das hängt mit der Kompression zusammen. Egal, ich denke der Clip zeigt trotzdem einigermaßen gut was möglich ist…der letzte Schliff fehlt hier eh noch.

TiK: Ein kleiner Testclip – Explosion

Hab’ gestern einen kleinen Clip gebastelt, um zu testen inwieweit sich halbwegs glaubhafte Explosionen generieren lassen. An sich nix besonderes, aber ich dachte ich poste es, damit ihr seht, dass das Projekt noch lebt. ;-)

Weitere Testclips werden folgen…

Ps.
Aufgenommen in Konstanz mit meiner alten Canon XL1 und nachbearbeitet mit Adobe After Effects. Das Stockmaterial stammt aus der “Action Essentials II” Sammlung. Wer etwas genauer hinschaut, wird feststellen, dass ich auch das Logo eines bekannten deutschen Telekommunikationskonzerns wegretuschiert habe. :-)

Iaquinta traktiert den Torwart von Paraguay mit einem Faustschlag!

In der 78. Minute des Spiels Italien : Paraguay versetzt der Italiener Iaquinta dem Torwart Paraguays einen verdeckten Faustschlag…und kommt damit durch. Niemand hat es gesehen. Nicht der Schiedsrichter, nicht die Fans und scheinbar auch nicht die Fernsehredakteure (oder sie wollten es nicht sehen). Da ich die Szene im Netz (oder den herkömmlichen Medien) nicht gefunden habe, habe ich sie kurzer Hand selbst online gestellt. Ein Einbetten ist im Moment leider nicht möglich (weshalb auch immer…).

[Clip entfernt]

Szenen wie diese beweisen, dass Sportarten wie Fußball niemals zu 100% fair inszeniert werden können, egal was für „Sicherheitsvorkehrungen“ getroffen werden. Da hilft kein zusätzlicher Schiedsrichter hinter dem Tor und auch nicht der immer wieder geforderte Videobeweis, denn was niemand wahrnimmt, ist offensichtlich nie passiert…

//EDIT
Der Clip wurde direkt gesperrt. Vorerst müsst ihr also auf den Clip verzichten…werde ihn aber im Lauf der Nacht irgendwie online kriegen ;-)

//EDIT2
Das wird wohl nichts wegen des Urheberrechts. Das man nicht mal einen 15 Sekunden Ausschnitt zeigen darf…was für eine behämmerte Welt. Mal schauen, wie das mit Stills aussieht. Ansonsten schnappt euch eine Kopie des Spiels und zieht euch die 78. Minute rein.

Freeze…!!!

Ich hatte ein paar Leuten versprochen hier eine Kritik zu “Robin Hood” zu posten, aber es ist natürlich mal wieder was dazwischen gekommen: der neue Cafecube Clip.

Eine Stunde Drehzeit, einen Tag lang geschnitten und noch mal einen Tag für die Vertonung. Der Clip zeigt wie einer der typischen Cafecube Freeze’ hergestellt werden. Vielleicht inspiriert euch der Clip, was das versüssen eurer Sommertage anbetrifft (die ja nun endlich zu kommen scheinen). ;-)

Warum ist Whitaker eigentlich dieses Jahr nicht nominiert?

Jedes Jahr, wenn mal wieder die Oscarverleihung vor der Tür steht, stolpere ich über diesen Mad TV Clip zu Forest Whitakers Oscarnominierung für The Last King of Scottland…und lache mich kaputt. Ich finde es gibt eigentlich nichts besseres, um sich auf den ganzen Oscarzirkus einzustimmen. :-)

“Coffee Dog” ist endlich fertig…

Okay, der Clip ist endlich fertig und steht jetzt online.

Ich hab’ mal wieder kein Internetzugang (und poste das hier deshalb von meinem bevorzugten Café aus ;-) ) daher gibt es jetzt erst mal nur den Clip. Morgen oder Übermorgen – wenn ich hoffentlich wieder Zugang habe – schreibe ich dann ein bißchen mehr dazu…

Smiling Ghost Coffee

Okay, www.cafecube.de ist wieder online. Jetzt kann ich euch also mein neuestes Werk zeigen ;-)

Der miese Look ist Absicht. Der Clip soll, wie gesagt, wie ein Amateurvideo wirken. Damit das Video nicht zu lang wird, hab’ ich zusätzliche Bildstörungen eingebaut, um ein bißchen was rausschneiden zu können (eigentlich dauert der Vorgang 2-3 Minuten). Mit 41 Sekunden ist das Video immer noch zu lang, aber wir wollten den gesamten Prozeß des Kaffeemachens zeigen, daher ging es nicht noch kürzer. Ich denke die Pointe am Ende spricht für sich selbst…

Gebt den Link weiter, wenn es euch gefällt : http://www.youtube.com/watch?v=7Ubl4TML4BY

Das nächste Video ist schon in Planung…

Stylebook Update 30.07.2009

Hallloooo Deadline! Entgegen meiner bisherigen Annahme, dass ich noch Zeit bis Ende August habe, um die Clips fertigzustellen, muss die Arbeit jetzt bis Ende nächster Woche erledigt sein. Das Heft ist nämlich diesmal aus unerfindlichen Gründen viel schneller aus der Presse gekommen und mein Bruder will das Heft nun nicht unnötig lange zurückhalten. Aber das macht ja nix innerhalb von einer Woche kann ich problemlos den kompletten Rennclip schneiden (für den ich eigentlich 3 Wochen veranschlagt hatte), die Musik für beide Clips erstellen und den Internetauftritt anpassen…lol.

Das Konzept für den Rennclip hab’ ich jetzt komplett über den Haufen geworfen. Freestylen ist angesagt. Mal schauen was ich in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt bekomme. Ein kleiner Vorgeschmack:

R8Morph

Wie beim letzten Mal ein Mophingeffekt(ich will nix hören, dass die seit Ende der 90′er out sind), aber diesmal vom rasenden R8. Die Farbkorrektur ist ein Beispiel für die ersten “Anpassungen” die aufgrund des neuen Termins erfolgen. Ich hab’ mich für die jetzige Version vor allem deswegen entschieden, weil sie die Lichtreflexe auf dem R8 schön herausarbeitet(Kit lässt grüßen). Mit dem ursprünglichen Konzept hat sie aber wie gesagt nichts mehr zu tun. Ach ja, die Geschwindigkeit des Materials wurde teilweise erhöht, damit das ganze auch wirklich etwas rasanter wirkt.

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