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The Warriors: Wie ein dreißig Jahre alter Film Sin City locker in die Tasche steckt!
Als ich mich gestern ein wenig auf My Life In Reverse umgesehen habe, ist mir mal wieder aufgefallen wie viele kleine (und große) Filmperlen der Mehrheit der Filmenthusiasten unbekannt sind. Also will ich zur Abwechslung darauf verzichten Filme niederzumachen und stattdessen einen meiner Lieblinge anpreisen.
In den USA ist “The Warriors” ein Stück Popkultur. In Europa kennt den Film praktisch niemand (ausgenommen ein paar Kids, die sich das schwache gleichnamige Videospiel reingezogen haben). Nun man muss sicherlich nicht alles kennen was in den USA Ruhm erlangt hat, aber in diesem speziellen Fall entgeht dem Kinofan einiges, denn „The Warriors“ ist aus gutem Grund zum Kultfilm geworden.
Der Erfolg des Films ist dabei nicht in erster Linie das Verdienst von Regisseur Walter Hill, der sich wie viele Regisseure seiner Generation am Werk des brillanten Akira Kurosawa orientierte als er “The Warriors” drehte (was sich besonders deutlich im Showdown – eine offensichtliche Hommage an Yojimbo – wiederspiegelte). Es lag auch nicht allein an dem großartigen Soundtrack, der den Film auf eine andere Ebene katapultiert und ihn streckenweise allein anzutreiben scheint. Ganz sicher lag es auch nicht an der Story. Die ist nämlich – wie bei den meisten Actionfilmen – eher dämlich, stellenweise unfreiwillig komisch und recht pubertär: die Warriors müssen sich eine Nacht lang durch das Gebiet feindlicher Gangs schlagen (im wahrsten Sinne des Wortes). Aus diesem Grund empfehle ich hier auch ausdrücklich den 2005 erschienen Director’s Cut, der sich selbst nicht mehr so ernst nimmt und die Verweise zum Medium des Comics noch stärker herausarbeitet…was die Story auf ein akzeptables Level hebt.
Nein, was “The Warriors” wirklich einzigartig macht, ist sein Look. Einige Szenen wirken derart stilisiert, dass man sie getrost als sich bewegende expressionistische Gemälde bezeichnen darf. Vor allem die Eröffnungssequenz muss in ihrer drastischen Bildästhetik manchem Kinogänger 1979 wie ein Schlag ins Gesicht vorgekommen sein. Was Kamermann Andrew Laszlo hier, wenn auch nur in einigen wenigen Einstellungen, fabrizierte dürfte den heutigen Zuschauer, der das visuelle Extrem gewohnt ist, nicht mehr sonderlich kratzen. Vor dreißig Jahren aber war das schlichtweg unglaublich und nahm im Prinzip eine Optik vorweg, für die Sin City Jahrzehnte später gefeiert werden sollte (und das in Farbe…jeder der etwas Erfahrung mit Fotografie gesammelt hat, weiß das es wesentlich einfacher ist ein stimmungsvolles Schwarzweißbild zu erschaffen).
Und das Beste daran? Der Look war ein “Unfall”. Das verfügbare Filmmaterial war nicht sonderlich lichtempfindlich und das Budget lies kein großes Lichtequipment zu, also filmte Laszlo einfach “auf gut Glück”. Das Ergebnis ist Filmgeschichte…
TiK: Testclip Sturm
Als ich mit dem Schreiben an TiK begonnen hatte, kam mir irgendwann die Idee ein paar Szenen bei Regenwetter spielen zu lassen. Eine Idee, die ich sehr schnell verwarf, denn weder würde ich es mir leisten können mit dem Dreh auf Regen zu warten, noch könnte ich – wegen des begrenzten Budgets – vor Ort Regen “erzeugen”. Was aber wenn das Gegenteil passiert und mir Regen einen Strich durch die Dreharbeiten macht?
Ich musste also eine Möglichkeit finden künstlichen Regen zu generieren. Hier das Ergebnis (mein Dank geht in diesem Zusammenhang an Alex Verlan, der den folgenden Clip mit seinen erstklassigen Tipps überhaupt erst möglich gemacht hat).
Ps.
Leider weist der Clip ein kaum merkliches Zittern auf, nachdem ich ihn bei Youtube eingestellt habe. Ich vermute mal das hängt mit der Kompression zusammen. Egal, ich denke der Clip zeigt trotzdem einigermaßen gut was möglich ist…der letzte Schliff fehlt hier eh noch.
Big FIFA is watching you!
Ich gebe es zu: manchmal bin ich etwas naiv. Gestern zum Beispiel. Da dachte ich doch tatsächlich ich könnte einen 15 Sekunden langen Ausschnitt eines WM- Spiels auf Youtube stellen, ohne gleich eins mit dem Urheberrechtshammer übergebraten zu bekommen. Denkste!
Versteht mich nicht falsch. Ich kann das Verhalten der FIFA durchaus nachvollziehen. Fußball ist ein Geschäft. Wo kämen wir hin, wenn jeder Ausschnitte online stellen würde? Die Preise der Verwertungsrechte würden in den Keller fallen. Aber andererseits reden wir hier über 15 Sekunden die keine spielentscheidenden Szenen enthalten. Kein Tor, keine spektakuläre Aktion, nicht einmal eine Schiedsrichterentscheidung (okay, genau darum geht es ja in dem Clip). Des Weiteren hat der Clip keinen kommerziellen Hintergrund und dürfte auch sonst keine finanziellen Einbußen für die FIFA bedeuten. Im Gegenteil, die Szene dürfte das Interesse an einem ansonsten eher mäßig interessanten Spiel steigern, was eine nachträgliche Verwertung vereinfachen dürfte.
Aber fangen wir lieber ganz am Anfang an, bevor ich das weiter vertiefe…
14.06.2010 Italien : Paraguay
Wir befinden uns in der 78. Minute der Partie Italien gegen Paraguay. Ein Eckstoß segelt vor das Tor von Paraguay. Der Italiener Iaquinta und der paraguanische Torwart Villar steigen in die Luft, um den Ball zu erreichen. Beide fokussieren den heran rauschenden Ball. Dann passiert es. Iaquinta fährt seinen rechten Arm nach oben (als würde er ein Tor Gottes vorbereiten wollen
), bemerkt das er den Ball niemals erreichen wird, richtet stattdessen seinen Blick auf Villar, der den Ball problemlos aus der Luft pflückt, und versetzt diesem einen Schlag mit der geschlossenen Faust. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, “entschuldigt” sich Iaquinta direkt im Anschluss mit einem Tätscheln für den “Unfall”. Das Wort “Charakterschwein” fällt mir dazu ein.
Die Zeitlupen nach der Szene beweisen eindeutig, dass es sich um eine absichtliche Tätlichkeit handelt. Doch niemand reagiert. Kein Raunen der Fans, kein Protest der Spieler, kein Pfiff des Schiedsrichters, ja, selbst der Kommentator schweigt. Die Fans, Spieler und der Schiri haben es offensichtlich nicht wahrgenommen. Dafür ging alles zu schnell. Der Kommentator wollte es wohl nicht sehen. Auch nach dem Spiel passiert nichts. Die Szene wird nicht wiederholt. Weder im Netz, Fernsehen noch der Presse wird die hinterhältige Attacke zum Thema gemacht (ich habe auf jeden Fall nichts gefunden).
15.06.2010 Auf Youtube?
Am nächsten Tag will ich die Szene ein paar Leuten zeigen und suche natürlich dort, wo man alles findet: Youtube. Fehlanzeige. Nichts. Ich bin verunsichert. Hab’ ich mir den Schlag nur eingebildet. Habe ich etwas gesehen was gar nicht passiert ist? Sonst steht doch immer alles sofort online. Aber diesmal scheine ich der einzige zu sein, der meint etwas gesehen zu haben (ich sag’ doch, das ich manchmal naiv bin
).
16.06.2010 Selbst ist der Mann
Am nächsten Tag wollte ich es dann doch genau wissen. Ich besorge mir eine Kopie des Spiels von einem Freund, der es bei Sky aufgenommen hatte, schneide die Szene heraus und führe sie mehreren Bekannten vor. Alle waren der gleichen Meinung: eine absichtliche Tätlichkeit. Eingebildet habe ich mir also nichts…aber warum gibt es die Szene dann nicht im Netz zu bewundern? Ich sollte es recht schnell herausfinden.
Ich füge dem Clip also hastig ein paar Untertitel (samt Rechtschreibfehlern und mieser englischer Grammatik…so wie es sich gehört) hinzu und verlangsame die Zeitlupen noch etwas mehr, damit auch der Letzte den Geschehnissen folgen kann. Noch schnell einen Youtube Account erstellt und den Clip hochgeladen. Alles läuft einwandfrei. Klar…von wegen. Beim Einbetten in meinen Blog heißt es plötzlich, dass das Einbetten auf Anfrage deaktiviert sei. Auch auf Facebook wird das Video nicht angezeigt. Ich checke also meine Kontoeinstellungen bei Youtube und was lese ich da?
“Bitte überprüfen sie ihr Video. Es könnte urheberrechtlich geschützten Inhalt enthalten.”
Ahh, es dämmert mir. Die Stichworte, die ich für den Clip vergeben habe, scheinen dafür gesorgt zu haben, dass der Clip im Netz eines Urheberrechtsfilters landet. Ich überfliege die eingeblendeten Infos zu einem möglichen Einspruch meinerseits gegen diese Filterung, überlege wie ich weiter verfahre und rufe noch einmal die Youtubeseite des Clips auf, um dann verwundert festzustellen, dass das Video nun bereits endgültig wegen Urheberrechtsverletzung gesperrt wurde. Es hat also gerade mal 5-15 Minuten seit dem Upload gedauert bis das Video von Youtube überprüft und gesperrt wurde. Wow, die Jungs sind fix.
Geradezu grotesk wurde es dann als ich meine Mails checkte. Um 18:26 Uhr und 9 Sekunden erhielt ich eine Email mit folgendem Inhalt:
Your video, WM 2010 – Italienischer Spieler schlägt den Torwart von Paraguay – Italien:Paraguay, may have content that is owned or licensed by FIFA.
Du musst keine Maßnahmen ergreifen. Wenn dich jedoch interessiert, inwiefern sich dies auf dein Video auswirkt, findest du entsprechende Informationen im Abschnitt zu Video-ID-Treffern deines Kontos.
Um 18:26 Uhr und 13 Sekunden (also vier Sekunden nach der Urheberrechtsmail) erhielt ich dann eine Email in der mir Youtube zum Hochladen meines ersten Clips gratulierte. Lol. Die Jungs sind in Sachen Urheberrecht so fix, dass sie sich sogar selbst überholen.
Bei dieser Mordsgeschwindigkeit rechnete ich fest damit in der nächsten halben Stunde Post von einem Abmahnanwalt zu erhalten, um kurz darauf von der Polizei abgeführt zu werden…
17.06.2010 Ich labere euch voll
Okay, was ich hier beschrieben habe ist keine große Sache, aber je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass dieser ganze Ablauf eigentlich exemplarisch für die aktuelle Urheberrechtsproblematik ist. Ein Rechteverwerter, der nicht die geringste Ahnung von den Mechanismen des Internet hat (aber wer hat die schon), versucht krampfhaft seine Interessen zu wahren, auch wenn das bedeutet tausende User (denn es gibt sicherlich unzählige Nutzer die FIFA Content hochladen) in eine Grauzone des Rechts zu verschieben. Ernsthaft, da stimmt doch etwas im System ganz und gar nicht, wenn man als Ottonormalverbraucher seine Meinung oder Beobachtung mittels eines kleinen Clips unterstreichen will und sich plötzlich kriminalisiert sieht. Dabei könnte die FIFA doch gut anhand dieser Clips verdienen. Warum nicht beispielsweise einen Deal mit Youtube & Co aushandeln, der den Musikvideodeals gleicht? Längere Clips oder besondere Szenen könnten schließlich trotzdem noch gesperrt werden, um die herkömmlichen Verwertungskanäle nicht zu verwässern. Außerdem kann es der FIFA eigentlich auch nicht recht sein, dass Szenen wie Iaquintas Tätlichkeit unter den Tisch fallen. Die FIFA will offensichtlich, dass es bei (und vor allem nach) Spielen zu kontroversen Debatten kommt, sonst wäre der Videobeweis doch längst eingeführt worden. Der Zuschauer soll sich offensichtlich aufregen können, um emotional auf höchster Ebene ins Spiel involviert zu sein. Wer darüber schimpft wird sich wieder eine Karte kaufen/einschalten – sich aufregen gehört ab einem gewissen Punkt eben dazu.
Warum sich auch die Medien eine solche Szene entgehen lassen ist mir ebenfalls ein großes Rätsel. Fürchtet man eine zweite Affäre Frings loszutreten? Will man sich nicht den schwarzen Peter für die Sperrung eines Spielers zuschieben lassen?
Iaquinta traktiert den Torwart von Paraguay mit einem Faustschlag!
In der 78. Minute des Spiels Italien : Paraguay versetzt der Italiener Iaquinta dem Torwart Paraguays einen verdeckten Faustschlag…und kommt damit durch. Niemand hat es gesehen. Nicht der Schiedsrichter, nicht die Fans und scheinbar auch nicht die Fernsehredakteure (oder sie wollten es nicht sehen). Da ich die Szene im Netz (oder den herkömmlichen Medien) nicht gefunden habe, habe ich sie kurzer Hand selbst online gestellt. Ein Einbetten ist im Moment leider nicht möglich (weshalb auch immer…).
[Clip entfernt]
Szenen wie diese beweisen, dass Sportarten wie Fußball niemals zu 100% fair inszeniert werden können, egal was für „Sicherheitsvorkehrungen“ getroffen werden. Da hilft kein zusätzlicher Schiedsrichter hinter dem Tor und auch nicht der immer wieder geforderte Videobeweis, denn was niemand wahrnimmt, ist offensichtlich nie passiert…
//EDIT
Der Clip wurde direkt gesperrt. Vorerst müsst ihr also auf den Clip verzichten…werde ihn aber im Lauf der Nacht irgendwie online kriegen
//EDIT2
Das wird wohl nichts wegen des Urheberrechts. Das man nicht mal einen 15 Sekunden Ausschnitt zeigen darf…was für eine behämmerte Welt. Mal schauen, wie das mit Stills aussieht. Ansonsten schnappt euch eine Kopie des Spiels und zieht euch die 78. Minute rein.
Freeze…!!!
Ich hatte ein paar Leuten versprochen hier eine Kritik zu “Robin Hood” zu posten, aber es ist natürlich mal wieder was dazwischen gekommen: der neue Cafecube Clip.
Eine Stunde Drehzeit, einen Tag lang geschnitten und noch mal einen Tag für die Vertonung. Der Clip zeigt wie einer der typischen Cafecube Freeze’ hergestellt werden. Vielleicht inspiriert euch der Clip, was das versüssen eurer Sommertage anbetrifft (die ja nun endlich zu kommen scheinen).
Miese Trailer: Einfallslosigkeit
In letzter Zeit überrascht mich bei Kinobesuchen vor allem eines: die fürchterlich schwachen Trailer! Also werde ich an dieser Stelle in nächster Zeit ein bisschen über aktuelle Trailer und deren Schwächen schreiben.
Kampf der Titanen
Der Trailer von Kampf der Titanen lässt mich immer wieder kopfschüttelnd zurück. Zum einen mag das daran liegen, das er in den hiesigen Kinos (Karlsruhe und Konstanz) nicht ein einziges Mal mit einwandfreiem Ton lief und ich habe ihn jetzt vier oder fünf Mal im Kino gesehen: Einmal lief er Mono, zweimal lief er in Stereoton auf den ersten beiden Lautsprechern im Saal und die restlichen Male kam er zwar in Surround, hörte sich dabei aber an als wäre er von einem Anfänger abgemischt worden. Der Verleih sollte sich die Kinobesitzer vorknüpfen oder die Kopien, die man hat ausliefern lassen, eingehender untersuchen. Zum anderen mag mein Kopfschütteln aber auch (und vor allem) durch die geradezu provozierende Einfallslosigkeit, die diesen Trailer ausmacht, hervorgerufen werden.
Schauen wir uns den Trailer an:
Ein paar nichtssagende Satzhülsen werden verschossen (verbal wie schriftlich) und es kommt zum obligatorischen Schnittgewitter. Kreaturen, Action und Effekte werden ohne jedweden Zusammenhang über die Leinwand gejagt. Unterlegt ist das Ganze mit einem Musikstück von System of a Down, das an sich nicht schlecht ist, mit dem mythologischen Grundthema des Films aber nicht viel am Hut hat und hier scheinbar nur deshalb ausgewählt wurde, weil der Stachel eines Riesenskorpions dazu im passenden Rhythmus in den Boden einschlagen kann (handwerklich ist das zumindest akzeptabel geschnitten). Zum Ende hin geht dem Stück dann “die Luft aus” und wird nach einer kurzen Pause von einem Score ersetzt, den man getrost als Dutzendware bezeichnen kann. Ein wohlwollender Geist wird nun vermutlich rufen: “Halt, es handelt sich hierbei doch offensichtlich um den Versuch einer dramatischen Steigerung!” Sorry, aber nein, dem ist nachweislich nicht so. Die gesamte Krakensequenz wurde einfach nur an den zuvor veröffentlichten Teaser “drangeklatscht”! Man braucht nur den Teaser mit dem Trailer zu vergleichen, um das festzustellen.
Aber kommen wir zu der eigentlich interessanten Frage. Was teilt der Trailer dem Zuschauer mit? Wir erfahren nichts über die Story. Wir kriegen nicht einmal einen Konflikt geliefert (das sich Menschen und Götter in die Haare kriegen ist in etwa so informativ als ob man dem Zuschauer mitgeteilt hätte, dass es einen Helden und ein paar Widerschacher gibt). Machen wir uns nichts vor, der Großteil der Zuschauer wird weder das Original noch die zugrundeliegende griechische Mythologie kennen. Ein paar “echte” Infos wären also wohl nicht verkehrt, um den Zuschauer etwas “anzufüttern”. Es sei denn es gibt keine – und hier wären wir bei der eigentlichen Botschaft des Clips: “Sorry Leute, wir haben keinen Star in der Hauptrolle und sowas wie ‘ne Story gibt es eigentlich auch nicht, aber hey, dafür können wir euch viel Peng Peng und bunte Sachen bieten!” Aber warum sollte sich davon heutzutage jemand zum Kinobesuch animiert fühlen? Dafür wurden die DVD’s erfunden (böse Zungen behaupten gar, dass Filme wie KdT umgekehrt für die DVD’s erfunden werden
)
Amüsanter Weise scheint dieser minderwertige Trailer aber ein gutes Omen für den Film zu sein. Würdigt man nämlich auch den Trailer von Harryhausens Original Kampf der Titanen aus dem Jahre 1981 eines Blickes, wird man feststellen, das schon dieser unterirdische Qualitäten aufwies…und immerhin ist der Film mittlerweile ein echter Klassiker geworden
Coffee Dog – Nachtrag
Wie versprochen werde ich hier noch ein bißchen was zu Entstehung des Clips sagen. Fangen wir mit dem Look an, der ja bereits kritisiert wurde.
Der Look
Da der Clip inhaltlich überzeichnet daher kommt, dachte ich mir, dass es eigentlich ganz passend wäre, wenn sich das auch in seinem Look wiederspiegelt. Nachdem ich ein wenig herumexperimentiert hatte, bin ich dann bei den “Pinselstrichen” hängen geblieben, die mich wegen ihrer Unruhe an alte Animation aus dem Ostblock erinnerten (ich meine jene Trickfilme, bei denen das Filmbild immer in “Bewegung” bleibt…z.B. wie in diesem Test ). Dumm nur, dass der Effekt durch die Kompression auf Youtube nicht mehr richtig zu erkennen ist. Man erkennt ihn jetzt fast nur noch an den kontrastreichen “Kanten” im Bild. Besonders in den hellen Bildbereichen, wie z.B. dem Boden, geht er völlig verloren. Dieser Qualitätsverlust ist mir erst bewusst geworden, nachdem Moritz und Seasonfree in ihrer Kritik von einem “Unschärfeeffekt” sprachen. Schade, aber da kann ich leider nichts dran ändern (HD wird angeboten, aber normale Pal-Auflösung stellt man nicht voll dar!? Willkommen bei Youtube).
Verzögerungen
Der Look ist auch nicht ganz unschuldig daran, dass sich die Arbeit am Clip in die Länge zog. Ursprünglich hatte ich nämlich den Hintergrund wesentlich dunkler gestaltet. Nachdem diese Version aber wenig anklang fand, musste ich die Helligkeit noch mal ein ganzes Stück nach oben korrigieren. Was wiederum zur Folge hatte, dass der Hund nun eine dunkle “Aura” aufwies, weil es mir der dunklere Hintergrund ermöglicht hatte etwas unsauberer beim “Ausschneiden” des Hundes (um ihn vom Hintergrund zu trennen – der Effekt sollte den Hund ja nicht betreffen) zu arbeiten. Also musste ich auch da wieder Anpassungen vornehmen…egal, im Endeffekt war die Entscheidung den Hintergrund aufzuhellen richtig – wirkt einfach viel besser – auch wenn es ‘ne Menge zusätzlichen Stress ausgelöst hat.
Musik
Auch die Musik hat mir dieses Mal ziemliches Kopfzerbrechen bereitet. Ich hab’ feststellen müssen, dass es alles andere als einfach ist die Musik für einen “lustigen” Clip zu designen(ich spreche mal vom designen, weil es ‘ne Beleidigung für alle richtigen Musiker wäre, wenn ich behaupten würde, ich hätte da etwas “komponiert”). Bei “coolen” Sachen wie den Stylebook Videos reicht im Prinzip etwas rhythmisches mit halbwegs schnellem Beat, das auf den Schnitt abgestimmt ist und gut is’…die Musik soll das Geschehen ja nur untermalen. Bei einem lustigen Clip funktioniert diese Vorgensweise aber nur unzureichend. Die Musik muss schon selbst etwas amüsantes haben, um den Zuschauer davon zu “überzeugen”, dass das was er da sieht auch wirklich lustig ist. Die verwendete Musik war dann auch das Ergebnis von zwei Tagen voller unbefriedigender Versuche etwas brauchbares zu generieren (den ersten zehn Versionen hat man besonders deutlich angehört, dass ich zuviel Industrial höre
). Die Musik entspricht jetzt zwar eigentlich immer noch nicht so ganz dem, was ich mir vorgestellt hatte, aber ich denke sie funktioniert. Insofern bin ich zufrieden – auch weil es diesmal noch gar keine Beschwerden ihretwegen gab
(aber das kann sich ja noch ändern).
Okay, das war ‘ne recht oberflächliche Abhandlung, aber ich will euch auch nicht mit unwichtigen Details langweilen. Falls es irgendwelche Fragen gibt, haltet euch nicht zurück…
Cafecubevideoclip Update 20.11.2009
Okay, was hat sich in letzter Zeit getan? Die Entscheidung den Pinselstrichlook für den Hintegrund zu verwenden wurde gefällt. Darauf hin habe ich zehn Tage lang einen hüpfenden Hund “per Hand ausschneiden” dürfen, um den gewünschten Effekt in brauchbarer Qualität zu erzielen. Für die erste Sekunde habe ich gechlagene 4 Stunden gebraucht (da is’ er aber auch wie blöd gehüpft). Glücklicherweise konnte ich im weiteren Verlauf meine Arbeitsgeschwindigkeit drastisch erhöhen…trotzdem, sollte eine innere Stimme euch jemals fragen, “Hey, warum bearbeiten wir nicht 491 Bilder eines hüpfenden Hunds per Hand?”, dann haut euren Kopf einfach gegen die nächste Wand. Das ist weniger schmerzhaft und macht wesentlich mehr Spaß. Egal, bin ja selbst schuld. So ist das halt, wenn man einen Clip völlig improvisiert…dem Hund haben wir ja schlecht sagen können was er machen soll
.
Außerdem hab’ ich mich von den knalligen Farben verabschiedet, da der Clip vermutlich auch als Werbung im Regionalfernsehen laufen wird und da würden die Farben zusammen mit den unruhigen “Pinselstrichen” zum sensorischen Overkill bei Zuschauer führen. Eine kleine Effektpointe, ähnlich dem Smileygesicht im Kaffeclip, habe ich natürlich auch wieder eingebaut. Ansonsten werde ich jetzt noch ein paar Titeleinblendungen basteln müssen, die den Clip unterbrechen werden. Am Montag wird der Clip wohl fertig sein…
Ein paar Testclips für das neue Video…
Da ich immer wieder mal gefragt werde, ob ich meine Clips nicht auch während des Entstehungsprozesses zeigen könnte, poste ich jetzt mal ein paar kurze Testclips. Das Zeug ist alles andere als spektakulär, aber zumindest könnt ihr euch dann ein Bild davon machen, wie ich mich an den neuen Cafecube Clip “herantaste”.
Der Clip soll etwas expressiver werden, daher hab’ ich ein wenig mit Farben und Pinselstrichen experimentiert. Das Ganze ist in wenigen Minuten entstanden, den Effekten fehlt also jegliches Feintuning.
Nehmen werde ich davon vermutlich aber gar nichts.
Falls doch, dann in einer anderen Form…
Smiling Ghost Coffee
Okay, www.cafecube.de ist wieder online. Jetzt kann ich euch also mein neuestes Werk zeigen
Der miese Look ist Absicht. Der Clip soll, wie gesagt, wie ein Amateurvideo wirken. Damit das Video nicht zu lang wird, hab’ ich zusätzliche Bildstörungen eingebaut, um ein bißchen was rausschneiden zu können (eigentlich dauert der Vorgang 2-3 Minuten). Mit 41 Sekunden ist das Video immer noch zu lang, aber wir wollten den gesamten Prozeß des Kaffeemachens zeigen, daher ging es nicht noch kürzer. Ich denke die Pointe am Ende spricht für sich selbst…
Gebt den Link weiter, wenn es euch gefällt : http://www.youtube.com/watch?v=7Ubl4TML4BY
Das nächste Video ist schon in Planung…



