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Wo der Hass hinfällt 2

The Hurt Locker – Tödliches Kommando

Das Action-Drama von Kathryn Bigelow folgt den letzten 40 Einsatztagen eines Bombenräumkommandos im Irak. Wird das dreiköpfige Team den immer heimtückischer werdenden Sprengfallen der Aufständischen zum Opfer fallen? Oder wird der neue Einsatzleiter – seines Zeichens ein Adrenalinjunkie – ihr Schicksal besiegeln?

The Hurt Locker ist ein recht stimmiger Film. Bigelow nervt den Zuschauer nicht mit den üblichen Klischees (nein, es gibt keine soll-ich-den-blauen-oder-roten-Draht-durchschneiden-Szene) und unnötig übertriebenen Pathos (echte Leistung bei dem Thema). Auch die Mischung von Wackelkamera und ästhetisch ansprechend inszenierten Explosionen funktioniert einwandfrei und intensiviert den beklemmenden, fast klaustrophobischen Eindruck, den die unüberschaubare Szenerie des irakischen Kriegsalltags mit sich bringt. Insoweit ist The Hurt Locker wirklich einen Blick wert, es gibt allerdings auch ein großes “ABER”, denn so eindringlich und überzeugend der Film auch inszeniert sein mag, hinter der Story steht ein großes Fragezeichen. So habe ich mich, als die Credits über die Leinwand flackerten, ernsthaft gefragt, was mir dieser Film überhaupt mitteilen will. Der Film erweckt über 90 Minuten den Eindruck auf etwas hinauszuwollen, weist aber letzten Endes nur darauf hin, dass es eben kriegsgeile Adrenalinjunkies gibt. Ach so, ach ja, is’ ja interessant. Sorry, aber da bleibt der Film den Zuschauern wirklich etwas schuldig.

Alles in allem daher “nur” eine sieben…


7/10

District 9

District 9 ist eine Pseudo-Doku über in Südafrika gelandete Aliens und die dadurch enstehenden “Integrationsprobleme”.

Im Prinzip ist das in der zweiten Hälfte zum Actionfilm mutierende Drama ein simpler Kommentar zu Südafrikas Apartheitsvergangenheit und den derzeitigen Problemen mit Flüchtlingsströmen aus den Nachbarländern. Aber keine Angst, der unpolitische Durchschnittskinogänger wird durch District 9 nicht über Gebühr belastet…Tiefgang besitzt der Film nämlich nicht wirklich. Schon die Hintergrundgeschichte – ein Ripoff von Alien Nation übrigens – strotzt so dermaßen von Logikfehlern, dass schnell klar wird, dass dieser Film keinen Wert auf eine Botschaft legt, sondern einfach nur Unterhalten will(erschreckenderweise ist sogar der Kurzfilm auf dem District 9 basiert durchdachter!). Was solls, unterhaltsam ist der Film nämlich tatsächlich, da stört selbst der völlig unmotivierte Übergang von Pseudo-Dokumentarfilm zu normalen Spielfilm nicht mehr (stellt sich allerdings die Frage, weshalb man so ein Stilmittel wählt, wenn man es eh nicht durchziehen will). Wirklich gut gefallen mir allerdings die computergenerierten Aliens, die eine nie gekannte “Körperlichkeit” aufweisen.

Ich muss gestehen, dass mir der Film trotz seiner Unzulänglichkeiten gefällt, aber objektiv betrachtet ist hier einfach nicht mehr als ein fünf drin.


5/10

Kurzfilmvorgänger von District 9

Bin gerade bei Equlibrium auf den Trailer zu Neill Blomkamps (ein Protege von Peter Jackson) District 9 gestoßen. Das Ganze kam mir ziemlich bekannt vor und siehe da, die Science-Fiction Pseudo-Doku ist offensichtlich ein Remake von einem von Blomkamps Kurzfilmen, den ich vor einiger Zeit auf Youtube gesehen hatte. Da der Film recht gut ist, dachte ich mir, dass ich ihn euch nicht vorenthalten sollte.

Clip

Leider gibt es keine deutsche Version des Films.

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