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Die perfekte Einstellung – oder roll it like Donnie Darko.
Gestern sprach ich vom “Rollen” des Filmbilds mittels einer Steadicam. Wolfgang hat mich nun darauf aufmerksam gemacht, dass sich der eine oder andere Leser darunter vermutlich recht wenig vorstellen kann. Tatsächlich handelt es sich hierbei auch um eine Kamerabewegung, die oft in der einschlägigen Literatur vernachlässigt wird. Als ich nach “Kamerabewegungen” gegoogelt habe, bin ich auf jeden Fall erst auf der vierten oder fünften Seite zu dem Thema fündig geworden. Daher dachte ich mir ich erkläre das Rollen noch mal anhand einer kleinen Einstellung aus Donnie Darko. Eine Einstellung die ich als eine der genialsten der Filmgeschichte bezeichnen würde. Nicht weil sie technisch oder ästhetisch revolutionär gewesen wäre, sondern schlicht und einfach weil sie die surreale Grundstimmung des Films mittels einer simplen, aber absolut treffenden Mischung aus Komposition, Ton, Brennweite, Kamerabewegung und Zeitlupe perfekt auf den Punkt bringt. In dieser einen Einstellung steckt sozusagen der ganze Film (etwas überspitzt gesagt).
Es handelt sich um die erste Einstellung in diesem Clip:
Die Kamera liegt auf der Seite und dreht sich dann in den “korrekten” Blickwinkel während sie leicht zur Seite und nach hinten gleitet. Dieses “Drehen” der Kamera ist das Rollen von dem ich sprach. So einfach ist das. Der Einsatz eines Weitwinkelobjektivs, das Geräusch der Glocken (und die darauf folgende Musik) und die Zeitlupe sind dann nur noch das I-Tüpfelchen auf dem Sahneberg…oder so ähnlich



