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Ferner Liefen 2
Fast & Furious – Neues Modell. Originalteile.
Harter Cop. Noch härterer Krimineller. Schnelle Autos. Ein Mord. Ein Drogenboss. Rache. Film vorbei. Mehr gibt es eigentlich nicht über die Story des vierten Teils der Fast & Furious Reihe zu sagen. Ich wundere mich eigentlich immer noch darüber, dass dieser Film in den USA am ersten Wochenende 70 Millionen Dollar eingespielt hat. Was hat die Leute ins Kino getrieben? Der Film ist eigentlich das Abziehbild eines Abziehbildes eines…ihr versteht schon was ich meine. Ein Klischee jagt das nächste. Da gibt es beispielsweise den nervigen, inkompetenten FBI Agenten, der dem „guten“ Cop ständig in die Parade fährt. Schussverletzungen lösen bei unserem Helden außerdem höchstens unangenehmen Juckreiz aus und natürlich ist ein getuntes Auto die Lizenz zum „Frauen flachlegen“. Hinzu kommt dann das in den letzten Jahren für Hollywood Filme typisch gewordene, verquere Gangstarap Weltbild (Bullen sind eigentlich auch nur Gangster und, besonders schön, wer nicht den Mumm hat einem Kerl den Kopf wegzublasen, kann kein Held sein!?). Von hier aus könnt ihr euch wohl selbst ein Bild malen.
Die Inszenierung ist dabei okay, aber überraschend bieder. Die „Originalteile“ mögen zwar wieder die Hauptrollen spielen, aber ansonsten mangelt es ganz schön Originalität. Gerade auf ästhetischer Ebene hatte ich mir wesentlich mehr von Fast & Furious erhofft (okay, das war auch die einzige Ebene auf der ich mir etwas erhofft habe). Gut, der Film ist zumindest kurzweilig, daher drücke ich noch mal ein Auge zu und gebe dem Film:
5/10
Forbidden Kingdom
Looser wird aus der Gegenwart in das antike (mythologische) China katapultiert, um zu lernen wie man Leuten in den Hintern tritt (und nebenbei befreit er noch den Monkey King). Wie der eine oder andere hier vielleicht schon anhand dieses kurzen Storyabrisses erkannt hat, orientiert sich Forbidden Kingdom tatsächlich an den einschlägigen Looser-muss-sich-durchsetzen-Filmen der 80’er Jahre. Nostalgiker werden daher vermutlich recht schnell dem Charme dieses Films erliegen. Alle anderen wird dagegen wohl nur eines interessieren: Jackie Chan und Jet Li in einem Film – da hüpft das Herz eines jeden Martial Arts Fans. Schade nur, das diese Vereinigung mindestens 15 Jahre zu spät kommt, denn man merkt den Beiden (vor allem Chan) in den Kampfszenen doch recht deutlich das Alter an. Aber auch abseits der Kampfszenen wirkt der Film etwas angestaubt (und das beziehe ich jetzt nicht auf den 80’er Verweis). Das mag sich jetzt hochtrabend anhören, aber mir fehlt hier die Vision des Regisseurs! Der Film wirkt beliebig, als hätte sich die Crew jeden Tag eingefunden und ausgelost, wie die Arbeit an diesem Tag angegangen wird.
Alles in allem ist Forbidden Kingdom ein unterhaltsamer Film, aber nichts was man gesehen haben muss.
6/10
Tintenherz
Was wäre wenn man die Welt die sich hinter den Seiten eines Buches verbirgt zum Leben erwecken könnte? Eine Frage auf die man keine Antwort haben will, wenn man sich dafür Tintenherz ansehen muss. Der Film dürfte mit Sicherheit eine der schlechtesten – vielleicht sogar die schlechteste – Literaturverfilmungen der letzten zehn Jahre sein. Der Film macht einfach alles falsch. Die Story entwickelt sich im Buch langsam und bezieht daraus einen Großteil ihrer Spannung. Im Film werden die Figuren dagegen so durch die Story gehetzt, dass überhaupt keine Spannung aufkommen mag, weil man sich nur fragt, was das alles denn soll. Auch das Casting ist zum Großteil miserabel. Wer kauft z.B. Brendan Fraser die Rolle eines Buchrestaurateurs ab? Und das Frasers Stimme Bücher zum Leben erwecken soll, kann man ja auch nur unter „schlechter Scherz“ verbuchen. Allerdings muss man das auch und vor allem dem Regisseur ankreiden, denn die Inszenierung ist jenseits von Gut und Böse. Ideenlos, uninspiriert und einfach langweilig.
2/10



