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	<title>Filmhass &#187; Kritik</title>
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	<description>Der etwas andere Blick auf die Filmlandschaft</description>
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		<title>Bright Falls &#8211; Es gibt auch gute Videospielwebserien&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 22:34:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit habe ich mich hier über die aufwändige, aber insgesamt sehr schlechte Live-Action Webserie zu dem PC- und Videospiel &#8220;Assassins Creed&#8221; ausgelassen. Nun bin ich vor einigen Tagen über eine nicht ganz so aufwändige, dafür aber wesentlich bessere Webserie – sie bewegt sich auf dem Niveau einer besseren Us-Fernsehserie &#8211; zu einem Videospiel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einiger Zeit habe ich mich <a href="http://www.filmhass.de/2009/10/27/warum-hasse-ich-assassins-creedlineage/">hier</a> über die aufwändige, aber insgesamt sehr schlechte Live-Action Webserie zu dem PC- und Videospiel &#8220;Assassins Creed&#8221; ausgelassen. Nun bin ich vor einigen Tagen über eine nicht ganz so aufwändige, dafür aber wesentlich bessere Webserie – sie bewegt sich auf dem Niveau einer besseren Us-Fernsehserie &#8211; zu einem Videospiel gestolpert: &#8220;Bright Falls&#8221;, das die Vorgeschichte für das Spiel <a href="http://www.alan-wake.de/">Alan Wake</a> liefert. </p>
<p>BF ist ein Mystery-Thriller der von den Arbeiten <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000186/">David Lynchs</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_King">Stephen Kings</a> beeinflusst worden zu sein scheint. Die Story wirkt zumindest wie eine Mischung aus den bizarren Traumwelten Lynchs und Kings Geschichten über Kleinstädte, in die der Horror einzieht. Da ich selbst <a href="http://www.filmhass.de/2010/07/07/tik-testclip-sturm/">gerade</a> an einer Webserie arbeite finde ich das Projekt natürlich recht interessant. Interessant, weil die stimmungsvollen, in reichlich Schatten getauchten Bilder und der Thriller Plot ein wenig in die Richtung gehen, die mir ursprünglich für mein <a href="http://www.filmhass.de/2010/01/03/tik-artwork/">eigenes Projekt</a> vorschwebte und ich daher die Möglichkeit habe anhand von „Bright Falls“ meine eigenen Überlegungen zur Herstellung einer Krimi/Thriller Webserie zu überprüfen. </p>
<p>Im Prinzip gibt es nur eine Frage, die mich als Filmemacher interessiert: Wie bringe ich möglichst viele Menschen dazu meine Arbeit anzusehen? Da ist BF als Serie durchaus aufschlussreich, weil sie vieles richtig zu machen scheint, aber es trotzdem nicht schafft, ihr „Publikum“ zu halten. Von Folge zu Folge verliert die Serie um die 100.000 Klicks (die Serie hat insgesamt 6 Folgen). Nur die letzte Folge legt hingegen zu. Dazu gleich mehr. (Den Gedanken, dass nicht jeder etwas für Mystery-Thriller übrig hat, lasse ich im Weiteren außer Acht, da BF ja gezielt an Fans des Spiels gerichtet ist)</p>
<p>Aber beginnen wir mit der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=4DSR45ZF0r8">ersten</a> Folge.</p>
<p><object width="430"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/4DSR45ZF0r8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/4DSR45ZF0r8&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="430"></embed></object></p>
<p>Einen erstklassigen Fehlstart nenne ich das. Warum? Weil der Zielgruppe (zur Erinnerung es geht um ein actionlastiges Videospiel) offensichtlich die Schauwerte fehlten, um am Ball zu bleiben. Wie ich darauf komme? Durch das Ausschlussverfahren. Wie ich schon erwähnte legt die Serie mit der letzten Folge entgegen dem Trend noch einmal zu (um etwa 27.000 Klicks). Allem Anschein nach wurde die letzte Episode von den Usern also häufiger an Freunde weitergeleitet als es zuvor der Fall war. Es stellt sich also die Frage, warum das der Fall ist.</p>
<p>Handwerklich sind alle Folgen recht gut gemacht. Ob Kamera, Licht, Schnitt oder Ton, das alles ist durchaus überzeugend. Einzig beim Set-Design, den VFX und den SFX sind kleine Ausreißer nach unten zu verzeichnen, die aber nicht wirklich ins Gewicht fallen dürften. Handwerkliche Mängel werden also nicht der Grund für den hohen Rückgang an Klicks sein. Die Story ist auch nicht schlecht geschrieben. Die geheimnisvolle Handlung mag dem einen oder anderen zu viele Fragen offen lassen, aber bei Lost funktionierte das auch. Des Weiteren gibt es einen funktionierenden Spannungsbogen, der alle Folgen umfasst, um die Zuschauer bei der Stange zu halten. Zusätzlich hat jede Folge ihren eigenen kleinen Handlungs-„Höhepunkt“,  so dass man auch auf der dramaturgischen Ebene keine handwerklichen „Missetaten“ attestieren könnte. Tatsächlich unterscheidet sich die letzte Episode nur in einem vom Rest der Serie: sie gibt der Zielgruppe was sie erwartet. Das wäre zum einen die Hauptfigur des Spiels, Alan Wake, die tatsächlich erst am Ende der letzten Folge zum ersten Mal richtig in Erscheinung tritt. Und zum anderen hätten wir da eine simple aber wirkungsvolle Effektaufnahme von zum Leben erwachenden Schatten. Solche lebenden Schatten sind wohl ein wichtiger Bestandteil des Spiels und daher etwas was die User sehen wollen.</p>
<p>Das Dilemma der Serie besteht mehr oder weniger darin, dass die Macher ein gutes Produkt abliefern wollten. Eine Story die sich Zeit nimmt, um uns in ihre Wirren einzuführen. Eine Kamera, die uns mit eindringlichen Bildern tiefer in die Handlung saugen will. Allein die Fans pfeiffen drauf. Sie wollen ihren Star sehen und ein paar Effekte…um es überspitzt zu sagen: die Fans legen das Verhalten eines Pornokonsumenten an den Tag, der sich aus Versehen einen Film mit „Handlung“ ausgeliehen hat und nun entnervt abschaltet, weil er auch nach längerem vorspulen immer noch nicht beim „Wesentlichen“ angelangt ist.</p>
<p>Als Schluss sollte man daraus nun nicht ziehen, dass man in jede Episode mindestens eine sinnlose Explosion einbauen sollte. Allerdings muss man beim Schreiben einer derartigen Serie wohl oder übel berücksichtigen, dass die Mehrheit der potenziellen Zuschauer einen Knalleffekt braucht, um auch die nächste Episode anzuklicken.</p>
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		<title>The Warriors: Wie ein dreißig Jahre alter Film Sin City locker in die Tasche steckt!</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 15:50:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich mich gestern ein wenig auf My Life In Reverse umgesehen habe, ist mir mal wieder aufgefallen wie viele kleine (und große) Filmperlen der Mehrheit der Filmenthusiasten unbekannt sind. Also will ich zur Abwechslung darauf verzichten Filme niederzumachen und stattdessen einen meiner Lieblinge anpreisen. In den USA ist &#8220;The Warriors&#8221; ein Stück Popkultur. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Als ich mich gestern ein wenig auf <a href="http://mylifeinreverse.wordpress.com/2010/07/07/strasen-in-flammen-1984/">My Life In Reverse</a> umgesehen habe, ist mir mal wieder aufgefallen wie viele kleine (und große) Filmperlen der Mehrheit der Filmenthusiasten unbekannt sind. Also will ich zur Abwechslung darauf verzichten Filme niederzumachen und stattdessen einen meiner Lieblinge anpreisen. <img src='http://www.filmhass.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </em></p>
<p>In den USA ist &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0080120/">The Warriors</a>&#8221; ein Stück Popkultur. In Europa kennt den Film praktisch niemand (ausgenommen ein paar Kids, die sich das schwache gleichnamige Videospiel reingezogen haben). Nun man muss sicherlich nicht alles kennen was in den USA Ruhm erlangt hat, aber in diesem speziellen Fall entgeht dem Kinofan einiges, denn „The Warriors“ ist aus gutem Grund zum Kultfilm geworden.</p>
<p>Der Erfolg des Films ist dabei nicht in erster Linie das Verdienst von Regisseur <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001353/">Walter Hill</a>, der sich wie viele Regisseure seiner Generation am Werk des brillanten <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000041/">Akira Kurosawa</a> orientierte als er &#8220;The Warriors&#8221; drehte (was sich besonders deutlich im Showdown – eine offensichtliche Hommage an <a href="http://www.imdb.com/title/tt0055630/">Yojimbo</a> – wiederspiegelte). Es lag auch nicht allein an dem großartigen Soundtrack, der den Film auf eine andere Ebene katapultiert und ihn streckenweise allein anzutreiben scheint. Ganz sicher lag es auch nicht an der Story. Die ist nämlich – wie bei den meisten Actionfilmen &#8211; eher dämlich, stellenweise unfreiwillig komisch und recht pubertär: die Warriors müssen sich eine Nacht lang durch das Gebiet feindlicher Gangs schlagen (im wahrsten Sinne des Wortes). Aus diesem Grund empfehle ich hier auch ausdrücklich den 2005 erschienen Director&#8217;s  Cut, der sich selbst nicht mehr so ernst nimmt und die Verweise zum Medium des Comics noch stärker herausarbeitet…was die Story auf ein akzeptables Level hebt. </p>
<p>Nein, was &#8220;The Warriors&#8221; wirklich einzigartig macht, ist sein Look. Einige Szenen wirken derart stilisiert, dass man sie getrost als sich bewegende expressionistische Gemälde bezeichnen darf. Vor allem die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aTDWyTJDaec">Eröffnungssequenz</a> muss in ihrer drastischen Bildästhetik manchem Kinogänger 1979 wie ein Schlag ins Gesicht vorgekommen sein. Was Kamermann <a href="http://www.imdb.com/name/nm0489970/">Andrew Laszlo</a> hier, wenn auch nur in einigen wenigen Einstellungen, fabrizierte dürfte den heutigen Zuschauer, der das visuelle Extrem gewohnt ist, nicht mehr sonderlich kratzen. Vor dreißig Jahren aber war das schlichtweg unglaublich und nahm im Prinzip eine Optik vorweg, für die <a href="http://www.imdb.com/title/tt0401792/">Sin City</a> Jahrzehnte später gefeiert werden sollte (und das in Farbe…jeder der etwas Erfahrung mit Fotografie gesammelt hat, weiß das es wesentlich einfacher ist ein stimmungsvolles Schwarzweißbild zu erschaffen).</p>
<p>Und das Beste daran? Der Look war ein &#8220;Unfall&#8221;. Das verfügbare Filmmaterial war nicht sonderlich lichtempfindlich und das Budget lies kein großes Lichtequipment zu, also filmte Laszlo einfach &#8220;auf gut Glück&#8221;. Das Ergebnis ist Filmgeschichte…</p>
<p><object width="430" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/aTDWyTJDaec&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/aTDWyTJDaec&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="430" height="385"></embed></object></p>
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		<title>Verblendung – Verdammnis – Vergebung…vergessen.</title>
		<link>http://www.filmhass.de/2010/06/09/verblendung-%e2%80%93-verdammnis-%e2%80%93-vergebung%e2%80%a6vergessen/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 11:45:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen läuft der letzte Teil der Millennium-Trilogie, Vergebung, in unseren Kinos. Die ersten beiden Teile waren international ein großer Erfolg &#8211; allein der erste Teil hat weltweit fast 100 Millionen Dollar eingespielt – und von allen Seiten wird geflüstert, dass man sich diese Reihe auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Aber ist die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Tagen läuft der letzte Teil der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stieg_Larsson#Die_Millennium-Trilogie">Millennium-Trilogie</a>, <a href="http://www.imdb.com/title/tt1216487/">Vergebung</a>, in unseren Kinos. Die ersten beiden Teile waren international ein großer Erfolg &#8211; allein der <a href="http://www.imdb.com/title/tt1132620/">erste Teil</a> hat weltweit fast 100 Millionen Dollar eingespielt – und von allen Seiten wird geflüstert, dass man sich diese Reihe auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Aber ist die Trilogie wirklich so überragend?</p>
<p>Nun eines kann vorweg mit Sicherheit gesagt werden: die deutschen Titel sind Quark. Verblendet war hier nur der für die Titelübersetzung zuständige Lektor/Redakteur des Heyne Verlags. Weshalb man der Millennium Reihe einen pseudo-religiösen Touch verleihen wollte,  indem man sich auf die bedeutungsschwangeren Worte &#8220;Verblendung&#8221;, &#8220;Verdammnis&#8221; und &#8220;Vergebung&#8221; verlegte, ist mir schleierhaft. Tatsächlich geht es in allen drei Büchern/Filmen um <em>Männer, die Frauen hassen</em> (so ungefähr heißt der erste Teil im Original). Oder besser: Männer hassen Frauen. Punkt. Stieg Larsson, der verstorbene Autor der Buchreihe, lässt keinen Zweifel daran, dass er dieser Meinung war. Männer, die junge Frauen foltern. Sabbernde Greise, die junge Mädchen vergewaltigen. Ein Vater, der seinem Sohn zeigt wie man Frauen ermordet. Wo man auch hinschaut, in Larssons Romanen scheinen Männer grundsätzlich eine Gefahr für das weibliche Geschlecht zu sein. Ab einem bestimmten Punkt möchte man den weiblichen Charakteren, wenn sie auf der Leinwand mit männlichen Figuren agieren, zurufen: &#8220;Lauf weg! Merkst du denn nicht das er ein Mann ist?&#8221; Okay, im Kern liegt Larsson ja mit seinem pessimistischen Männerbild richtig. Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der männlichen Gewalt. Kein Zweifel. Doch Larsson verdichtet die negativen Aspekte der männlichen Natur auf eine Weise, dass die Handvoll anständiger Männer in seiner Geschichte wie die Ausnahme, die die Regel bestätigt, erscheint. Wäre ich ein Alien und Larssons Story wäre meine einzige Informationsquelle in Sachen menschlicher Kultur, würde ich vermutlich davon ausgehen, dass ein alltägliches Gespräch unter Männern mit folgendem Satz beginnen würde: &#8220;Und wen hast du heute vergewaltigt?&#8221; Aber gut, ich schweife ab. Reden wir lieber über die Filme…</p>
<p><strong>Verblendung</strong>: Der Journalist Mikael Blomquist und die vom Schicksal (also von den Männern) gebeutelte Hackerin Lisbeth Salander machen Jagd auf einen Serienmörder. Interessanter Weise erweckt der Film gar nicht den Eindruck den Beginn einer Trilogie zu markieren. Bis auf die eine oder andere Frage, die Hauptfiguren betreffend, bleibt die Story dem Zuschauer eigentlich nichts schuldig. Es handelt sich schlicht und einfach um einen Serialkiller-Thriller wie er im Handbuch steht. Spannend, aber nicht ungewöhnlich. Das Genre wird sicherlich nicht neu erfunden. Im Gegenteil, die üblichen Klischees werden auch hier bedient. Dass die Handlung auch noch einige – wenn auch wenige &#8211; Längen aufweist verhindert eine überdurchschnittliche Wertung in meinen Augen vollends. </p>
<p>Ein großes Kompliment verdienen die Macher aber allein schon der Optik wegen. Der Film sieht locker zwei bis drei Mal so teuer aus, als er es wohl tatsächlich war (das Budget lag bei etwa 13 Millionen Dollar). Es ist wirklich beeindruckend wie die Schweden mit wenig Mitteln das absolute Maximum erzielen. </p>
<p>6/10<br />
<span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span></p>
<p><strong>Verdammnis</strong>: Hat eigentlich keinen anderen Zweck als die Lücke zum dritten Teil schließen. Erweckt zu Beginn den Anschein das Thema Zwangsprostitution behandeln zu wollen, um dann relativ unmotiviert (um nicht zu sagen schlecht konstruiert) den Fokus auf Lisbeths Hintergrundgeschichte zu verschieben. Von Bedeutung für die die Trilogie umspannende Handlung sind vielleicht 10-15 Minuten. Ansonsten nur mäßig spannend, oftmals banal und vor allem überflüssig. Hier offenbart die Millennium Trilogie das sie tatsächlich „groß“ ist. Großes Fernsehen! Mit Kino hat das nur noch entfernt zu tun. Das grundlegende Problem des Films lässt sich wunderbar an der Figur des Bösewichts Niedermann beschreiben. Im Prinzip handelt es sich um eine clever gezeichnete Figur, die als Spiegelbild für Lisbeth fungieren soll. Lisbeth ist klein und zierlich. Niedermann ist ein muskelbepackter Riese. Lisbeth ist schwarzhaarig. Niedermann fast strohblond. Lisbeth wird von großen seelischer Pein heimgesucht. Niedermann ist unfähig physischen Schmerz wahrzunehmen…und so weiter und so fort. Tja, aber leider bleibt von dieser cleveren Idee auf der Leinwand nichts mehr übrig. Dort sieht der Zuschauer nur einen weiteren Bösewicht aus der Klischeeretorte (eigentlich fast ein klassischer Bondbösewicht – Niedermann ist natürlich Deutscher). Blass inszeniert und in seinem Auftreten fast konturlos. In diesem Sinne versiebt der Film sämtliche seiner (wenigen) guten Ansätze. </p>
<p>Neben dem schwächelnden Drehbuch ist Verdammnis auch auf der visuellen Ebene enttäuschend. Von der Optik des ersten Teils ist dieser Film weit entfernt. Die meisten Kameraeinstellungen wirken nicht gerade als seien sie das Ergebnis eines durchdachten Konzepts (es sei denn das Konzept lautete möglichst mutlos zu agieren). In der einen oder anderen Szene schlägt gar der Videolook durch. Es scheint als hätte sich der Regisseur vorgenommen dem Zuschauer vor Augen zu führen, dass die Trilogie ursprünglich nur als Fernsehproduktion geplant war (die Kinofilme sind übrigens nur gekürzte Fassungen der Fernsehversionen). Für Fernsehmaßstäbe immer noch sehr gut, aber im Kino hat das nichts zu suchen.</p>
<p>3/10<br />
<span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span></p>
<p><strong>Vergebung</strong>: Aufstand der Rentnergang. So hätte mein Vorschlag für die Titelübersetzung an den Heyne Verlag für den dritten Teil gelautet. Eine geheime Altherren-Truppe, deren Mitglieder hohe Staatsämter inne haben (oder hatten), verschwört sich gegen Lisbeth, um zu verhindern, dass die Verwicklungen der Gruppe in kriminelle Geschäfte aufgedeckt werden. Die Serie entwickelt sich nun also zu einer Art Polit-Thriller und macht das wirklich gar nicht so schlecht. Zwar sind auch im dritten Teil fernsehtypische Handlungsbanalitäten zu finden, aber alles in allem ist die Story (vor allem im Vergleich zum zweiten Teil) wieder richtig spannend. Spannend genug auf jeden Fall, um auch über die im dritten Teil vorhandenen visuellen Schwächen hinwegzutrösten. Wer die ersten Teile nicht gesehen hat sei jedoch gewarnt: ohne Vorkenntnisse entfaltet der Film nicht seine volle Wirkung, dürfte Stellenweise sogar richtig langweilig werden.</p>
<p>6/10<br />
<span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span></p>
<p>Zusammengenommen gebe ich der Trilogie, trotz des sehr schwachen zweiten Teils, noch eine 6/10. Allerdings nur weil ich heute einen guten Tag habe, denn eigentlich müsste man die Filmreihe allein schon deswegen hart abstrafen, weil sie dem Grundthema der Bücher nicht einmal im Ansatz gerecht wird. Ich weiß nicht wie ausführlich die Bücher in ihren Beschreibungen sind, aber es scheint doch recht offensichtlich zu sein, dass Larssons Romane ein Statement gegen die Objektivierung von Frauen durch Männer sind. Die Filme unterliegen aber – wie eigentlich fast alle Kinofilme – genau jenen Mechanismen, die zu einer Objektivierung der Frau führen. Mehr als wie in der Millennium-Trilogie kann man weibliche Darstellerinnen eigentlich nicht ausbeuten. Man hat sich auf jeden Fall sehr viel Mühe gegeben, um die <a href="http://www.imdb.com/name/nm0636426/">Hauptdarstellerin</a> möglichst oft nackt, beim Sex mit einem Mann, oder einer Frau, inszenieren zu können. Die sehr ausführlich dargestellten Vergewaltigungen würde ich sogar auf eine Ebene mit alten Exploitation Filme stellen. Wer’s braucht…wenigstens im dritten Teil scheint den Machern aber diese Widersprüchlichkeit aufgefallen zu sein. Nackte Haut wurde hier entsprechend auf das notwendige Minimum reduziert.</p>
<p><strong>Fazit</strong>: Ein Blick lohnt, aber alles in allem nur guter Durchschnitt, den man nicht zu vergessen braucht, aber vermutlich wird.</p>
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		<title>Warum hasse ich…Robin Hood!?</title>
		<link>http://www.filmhass.de/2010/05/31/warum-hasse-ich%e2%80%a6robin-hood/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 21:26:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oberflächlich betrachtet ist Robin Hood ein einigermaßen unterhaltsamer und ziemlich durchschnittlicher Hollywoodstreifen. Ein Saubermann als Held, viel Action und eine nicht allzu fordernde Story. Bei näherer Betrachtung fällt aber recht schnell auf, dass sich Ridley Scotts neuer Film in erster Linie durch Widersprüchlichkeiten auszeichnet. Das fängt schon in der Person des Robin Hood an. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oberflächlich betrachtet ist <a href="http://www.imdb.com/title/tt0955308/">Robin Hood</a> ein einigermaßen unterhaltsamer und ziemlich durchschnittlicher Hollywoodstreifen. Ein Saubermann als Held, viel Action und eine nicht allzu fordernde Story. Bei näherer Betrachtung fällt aber recht schnell auf, dass sich <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000631/">Ridley Scotts</a> neuer Film in erster Linie durch Widersprüchlichkeiten auszeichnet. </p>
<p>Das fängt schon in der Person des Robin Hood an. Der ist ein netter, aufrichtiger und geradezu ritterlicher Kerl – eben ein Held wie er im Bilderbuch steht. Warum das widersprüchlich sein soll? Nun zu Beginn des Films wird dem Zuschauer erzählt, dass die Kinder Nottinghams &#8220;verwildert&#8221; im anliegenden Wald hausen und die Gegend terrorisieren, weil sich ihre Väter auf einem Kreuzzug im heiligen Land befinden. Ohne Vorbild kein wohlerzogenes Kind lautet die psychologische Gleichung, die der Drehbuchautor hier heranzieht (er ist offensichtlich Abonnent der „Psychologie Heute“ und der Meinung, dass alleinerziehende Mütter ihre Kinder &#8220;verwildern&#8221; lassen). Dumm nur, dass auch Robin bereits mit sechs Jahren von seinem Vater &#8220;in die Welt der Männer entlassen&#8221; wurde. Warum aber wird aus Robin (seine Mutter wird erst gar nicht erwähnt. Da zeichnet sich doch ein Bild ab…vielleicht sollte sich der Drehbuchautor auf ein klärendes Gespräch mit seiner Mutter treffen) ein moralisch einwandfreier Gutmensch, der für das &#8220;Richtige&#8221; eintritt, während die Kinder Nottinghams am Rad drehen?</p>
<p>Nein, es ist doch ziemlich offensichtlich, dass die Figur des Robin Hoods am Reisbrett entworfen wurde, um die hoffnungslos zerfahrene Story halbwegs glaubhaft beieinander zu halten. Er ist ein bisschen der kämpferische Aufständische alá Spartakus, ein wenig ein Feldherr wie George Washington, noch dazu der Typ der irgendwie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Magna_Carta">Magna Carta</a> durchgesetzt hat und wenn es hart auf hart kommt auch ein eloquenter Rhetoriker, der es selbst mit Cicero aufgenommen hätte (kein Wunder, ist sein Vater doch ein philosophischer Steinmetz gewesen…lol, das ist eine dermaßen dümmliche Idee, dass ich sie nicht auch noch extra durch den Kakao zu ziehen brauche). Vor allem aber ist der gute Robin ein Mann aus der Mitte des Volks – der Zuschauer muss sich ja identifizieren können &#8211; auch wenn das bedeutet, dass man sich völlig von einer glaubwürdigen Charakterzeichnung verabschiedet. Als ob es dem Zuschauer Probleme bereiten könnte sich mit diesem bis zur Unkenntlichkeit glattgeschmirgelten Tausendsassa zu identifizieren.</p>
<p>Widersprüchlichkeit findet sich aber auch auf der visuellen Ebene. Als geradezu legendär daneben würde ich beispielsweise den Showdown bezeichnen. Die bösen Franzosen landen an der Küste Englands und Robin versucht sie mit seinen Mannen zurückzuschlagen. Aus unerfindlichen Gründen hat sich Scott für diese Invasion <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/D-Day">die Landung der Alliierten in der Normandie</a> im zweiten Weltkrieg zum Vorbild genommen. Die Landungsboote der Franzosen wirken wie mittelalterliche <a href="http://ramascreen.com/wp-content/uploads/2010/03/Robin-Hood1.JPG">Vorgänger</a> jener Boote, die die Amerikaner <a href="http://critacracy.files.wordpress.com/2008/07/saving_private_ryan.jpg">verwendeten</a>. Auch werden die französischen Truppen zum großen Teil, noch bevor sie die Boote verlassen können, vom Pfeilhagel der Engländer niedergemetzelt. Genauso wie es damals den armen Schweinen ging, die von deutschen MG-Stellungen niedergemäht wurden. Vollends auf den Gipfel getrieben wird diese Übereinstimmung, wenn Scott dem Zuschauer auch noch Bilder des sich vom Blut Rot färbenden Meereswassers präsentiert. Was aber will uns der Regisseur mit dieser Analogie sagen? Das die Franzosen arm dran sind und Robin Hood eigentlich auch nur ein besserer Nazi ist? Oder bedeutet das alles vielleicht doch nur, das Ridley Scott mit der Zeit zu einem dermaßen ignoranten Stümper mutiert ist, dass er mittlerweile glaubt er könne seine Zuschauer völlig nach Belieben mit Bildern aus dem Fundus des kollektiven Unterbewusstseins füttern, weil sie sowieso nicht in der Lage wären, eins und eins zusammen zu zählen? Aber vielleicht bemerkt der gute Mann einfach generell nicht mehr was er tut.</p>
<p>Nur noch mit dem Kopf schütteln kann ich auch, wenn ich sehe, dass der Film, der ja in gewisser Weise ein <a href="http://www.imdb.com/title/tt0372784/">„Robin Hood Begins“</a> sein will, es nicht einmal fertig bringt, dem Zuschauer zu erklären, warum Robin den Beinamen &#8220;Hood&#8221; verliehen bekommt. Robin heißt in Scotts Version eigentlich Longstride, gibt sich im Verlauf der Geschichte als Sir Loxley aus (dieser Name wird den meisten aus früheren Verfilmungen des Stoffs schon eher bekannt vorkommen), um dann am Ende des Films plötzlich als Robin Hood bezeichnet zu werden. Allein es wird nicht einmal im Ansatz zu erklären versucht, woher dieser Name kommt. Das ist Beispielhaft für die gesamte Handlung, die insgesamt den Eindruck hinterlässt, als würden Handlungselemente wahllos aufgegriffen, fallengelassen, verdreht oder schlichtweg vergessen. Hier zeigt sich aufs deutlichste, was das mehrmalige Umschreiben eines Drehbuchs für negative Konsequenzen haben kann (vielleicht ist der Film aber auch im Schnitt verstümmelt worden). Ich vermute, dass hier in einem Ausmaß am Skript herumgedoktert wurde, dass der Autor, <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001338/">Brian Helgeland</a>, der für die letzte Fassung des Drehbuchs verantwortlich zeichnet, bei einigen Szenen selbst nicht mehr wusste, weshalb sie ursprünglich im Skript standen. Nach dem Motto: „Wofür war das noch mal? Egal, hört sich cool an. Lassen wir drin“. </p>
<p>Aus einigen Szenen lassen sich nämlich noch durchaus gewisse Theorien zur Namensentstehung ableiten. &#8220;Hood&#8221; was so viel wie Kapuze heißt, könnte man im Zusammenhang mit einem Gesetzesbrecher als Maskierung interpretieren. Siehe da, der Anführer der verwilderten, diebischen Kinder trägt eine Maske (wie aus einem schlechten Horrorfilm). Da liegt die Vermutung nahe, dass in einer früheren Fassung des Drehbuchs aus eben jenem maskierten Anführer Robin Hood werden sollte. Dann wäre auch die erwähnte psychologische Gleichung im Zusammenhang mit Longstrides Vorgeschichte keineswegs mehr widersprüchlich. So aber handelt es sich einfach nur um eine seltsame Figur, die im Prinzip grundlos in die Geschichte eingefügt wurde. </p>
<p>Tja, Robin Hood will originell sein, ist aber nur ein klischeehafter Mix aus einem halben Dutzend anderer Verfilmungen des Stoffs. An sich wäre das ja tolerierbar, würde der Film nicht den Fehler begehen und dem Zuschauer weismachen wollen, dass er die &#8220;wahre&#8221; Geschichte hinter dem Mythos erzählen würde…wer so anmaßend ist, wird von mir entsprechend hart beurteilt.</p>
<p>4/10<br />
<span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span></p>
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		<title>Warum hasse ich&#8230;Alice im Wunderland!?</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 20:17:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich bin ein großer Fan von Tim Burton, aber um nicht lange drum herum zu reden: sein neuer Film ist Mist. Visuell mal wieder absolut überragend (keine Frage, wer einfach nur wunderschönes Effektkino erleben will, wird diesen Film lieben), aber inhaltlich eine Katastrophe. Die Story ist so dünn, das der rote Faden an dem sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein großer Fan von <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000318/">Tim Burton</a>, aber um nicht lange drum herum zu reden: sein neuer <a href="http://www.imdb.com/title/tt1014759/">Film</a> ist Mist. Visuell mal wieder absolut überragend (keine Frage, wer einfach nur wunderschönes Effektkino erleben will, wird diesen  Film lieben), aber inhaltlich eine Katastrophe. </p>
<p>Die Story ist so dünn, das der rote Faden an dem sie hängt gar nicht reißen kann: Alice muss Drachen töten – Ende. Wenn die Geschichte wenigstens überzeugend erzählt würde, aber nein, auch hier herrscht der in letzter Zeit im Kino üblich gewordene hoppla-di-hopp-wir-haben-doch-keine-Zeit-Erzählstil vor. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der Film ja gar nichts zu erzählen hat. Viel schlimmer als der erzählerisch krankende Plot ist aber die verlogene Pseudo-Moral die dem Zuschauer hier aufgetischt wird. Angeblich soll uns der Film verdeutlichen, dass es ganz gut ist, wenn man ein Freigeist, Träumer oder vielleicht sogar leicht Verrückter ist. Tatsächlich bricht der Film aber an allen Ecken und Enden mit dieser Idee und präsentiert uns stattdessen eine für die Konsumgesellschaft weichgespülte und pervertierte Version. </p>
<p>Ein Visionär zu sein heißt hier, dass man weiß wie man Kohle scheffeln kann (Glückwunsch Alice). Des weiteren bedeutet es scheinbar, dass man es sich herausnehmen kann andere Menschen wegen deren Verrücktheit abzukanzeln (was Alice am Ende des Films mit ihrer Tante macht). Verblüffend sind auch die teilweise unglaublich undifferenziert dargestellten Figuren der Geschichte. Da wäre z.B. die weiße Königin, die natürlich durch und durch gut ist und sogar geschworen hat niemals ein Lebewesen zu töten – seltsamer Weise hat diese Figur aber gar kein Problem damit ihre Zaubertränke aus toten Lebwesen zu brauen. Ganz zu schweigen davon, dass Alice die Drecksarbeit für die weiße Königin erledigt, wenn sie gegen den Drachen in den Kampf zieht. Ach ja, wo wir es gerade davon haben: Töten ist natürlich auch eine schlimme Sache, es sei denn Alice tut es…mein Gott, würde sich der Film die Zeit nehmen etwas näher auf diese „Problemzonen“ einzugehen (ich vermute mal, dass das ursprünglich auch so von den Filmemachern geplant war), dann hätte dieser Film richtig Tiefgang! Es ist zum Haare raufen. Die Botschaft der Geschichte lautet eigentlich, dass man bereit sein muss seinen &#8220;Kaninchenbau&#8221; zu verlassen, um sich weiter zu entwickeln. Tatsächlich unternimmt der Film aber alles, damit der Zuschauer in eben jenem Bau bleibt…tja, wenigstens läuft im Abspann ein seichter Popsong. Die Kids brauchen ja etwas das man ihnen verkaufen kann. Es sind Filme wie dieser, die den Namen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Disney">Disney</a> in Verruf gebracht haben. </p>
<p>Da der Film visuell großartig geraten ist und bei oberflächlicher Betrachtung durchaus großen Unterhaltungswert besitzt, gibt es von mir trotz allem noch vier Sterne.</p>
<p><span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span><br />
4/10</p>
<p>Ps. Der Film basiert nur entfernt auf den beiden Geschichten von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lewis_Carroll">Lewis Carroll</a> und ist aufgrund seiner zum Teil recht düsteren Bilder nichts für kleine Kinder.</p>
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		<title>Wo der Hass hinfällt 26.02.2010</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 19:37:57 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[A Serious Man Der neue Film der Coen Brüder hat mich ehrlich gesagt etwas gelangweilt. Ich vermute das liegt darin begründet &#8211; und das mag sich jetzt paradox anhören &#8211; das der Film einfach zu gut gemacht ist. Der Film führt uns das &#8220;normale&#8221; Leben mit all seinen kleinen Problemchen und Absurditäten vor Augen. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>A Serious Man</strong></p>
<p>Der <a href="http://www.imdb.com/title/tt1019452/">neue Film</a> der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ethan_und_Joel_Coen">Coen Brüder</a> hat mich ehrlich gesagt etwas gelangweilt. Ich vermute das liegt darin begründet &#8211; und das mag sich jetzt paradox anhören &#8211; das der Film einfach zu gut gemacht ist. Der Film führt uns das &#8220;normale&#8221; Leben mit all seinen kleinen Problemchen und Absurditäten vor Augen. Und das macht er eben zu gut. Das normale Leben plätschert nunmal nur vor sich hin, wenn man es von aussen betrachtet. Selbst die größten Schicksalschläge sind nicht mehr als eine Randnotiz bei einem Kaffeekränzchen, wenn man nicht selbst betroffen ist und genau diesen Effekt erzielt auch &#8220;A Serious Man&#8221;. Nach dem Film denkt man sich kurz, das das Leben halt so sei, seufzt, und dann vergisst man den Film wieder. </p>
<p>Ja ich weiß, als Pseudo-Intellektueller sollte ich diesen Film über einen Uni-Dozenten und sein aus dem Ruder laufendes Leben klasse finden&#8230;tue ich aber nicht, auch wenn ich zugegebenermaßen ab und zu schmunzeln musste. Es ist ja auch großartig, dass es der Film versteht in jeglicher Hinsicht seine &#8220;Botschaft&#8221; zu transportieren &#8211; das schaffen schließlich die wenigsten Filme &#8211; aber was bringt mir das als Zuschauer, wenn mich das Gezeigt gerade deshalb nie so wirklich mitreißt? </p>
<p><span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span><br />
4/10</p>
<p><strong>Wolfman</strong></p>
<p>Der Stab von <a href="http://www.imdb.com/title/tt0780653/">Wolfman</a> liest sich wie ein kleines Who-is-Who der jüngeren Filmgeschichte. Gleich vier Oscarpreisträger (<a href="http://www.imdb.com/name/nm0000164/">Anthony Hopkins</a>, <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001125/">Benicio Del Toro</a>, <a href="http://www.imdb.com/name/nm0004555/">Walter Murch</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0002653/">Joe Johnston</a>) haben an diesem Film mitgewirkt (und mit <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000384/">Danny Elfman</a> ein Komponist, der immerhin vier Mal für den Oscar nominiert war). Da sollte doch ein interessanter Film zustande kommen, oder? Die Antwort ist ein klares „Jein“. Die gebotene „Qualität“ schwankt einfach zu sehr, um zu einem anderen Schluss kommen zu können. Man wird einfach nicht das Gefühl los, dass sich der eine oder andere große Namen nur des Geldes wegen auf Wolfman eingelassen hat. </p>
<p>Da wäre Hopkins, der seine Rolle zwar routiniert herunterspielt, aber zugleich den Eindruck hinterlässt, als ob er sich für diesen Film nicht unnötig überanstrengen wolle. Elfman scheint es Hopkins gleich tun zu wollen. Sein Soundtrack ist durchaus stimmungsvoll geraten, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen das große Teile aus <a href="http://www.imdb.com/title/tt0162661/">Sleepy Hollow</a> (gut, hier kopiert er sich wenigstens selbst) und <a href="http://www.imdb.com/title/tt0103874/">Bram Stokers Dracula</a> „entlehnt“ wurden. Die Arbeit der Drehbuchautoren scheint ebenfalls diesem Arbeitsprinzip entsprungen und nicht allzu fordernd gewesen zu sein, denn die Story des Originals (<a href="http://www.imdb.com/title/tt0034398/">The Wolf Man</a>) wurde fast eins zu eins übernommen. Nur um einen klischeehaften Vater-Sohn Zwist und das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viktorianisches_Zeitalter">viktorianische</a> Setting wurde die Story ergänzt (halt das stimmt nicht, es wurden auch noch einige Motive aus anderen Horrorfilmen übernommen, aber darauf will ich nicht näher eingehen, um nicht Gefahr zu laufen die Story zu spoilern). Bequemlichkeit scheint hierfür die einzige Erklärung zu sein&#8230;naja, zumindest wird es die Fans des Originals freuen. </p>
<p>Das soll nicht heißen, dass das alles schlecht gemacht wäre, nein, Wolfman ist ein durchaus stimmiges Schauermärchen, es ist nur vielmehr so, dass der Film doch etwas altbacken daher kommt und sich dabei so ernst nimmt, dass man nur verwundert den Kopf schütteln kann. </p>
<p><span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span><br />
5/10</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Warum hasse ich&#8230;Sherlock Holmes ?!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 18:57:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Guy Ritchie ist offensichtlich ausgezogen, um die Figur des Sherlock Holmes neu zu erfinden. Bereits die ersten 10 Minuten des Films bieten mehr Action als etwa 75 Prozent aller vorherigen Verfilmungen von Arthur Conan Doyles Krimigeschichten zusammen (und das will etwas heissen, denn Sherlock Holmes ist, neben Dracula, die wohl am meisten auf Zelluloid gebannte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/name/nm0005363/">Guy Ritchie</a> ist offensichtlich ausgezogen, um die Figur des Sherlock Holmes neu zu erfinden. Bereits die ersten 10 Minuten des <a href="http://www.imdb.com/title/tt0988045/">Films</a> bieten mehr Action als etwa 75 Prozent aller vorherigen Verfilmungen von Arthur Conan Doyles Krimigeschichten zusammen (und das will etwas heissen, denn Sherlock Holmes ist, neben Dracula, die wohl am meisten auf Zelluloid gebannte Figur in der Geschichte des Kinos). Nein, die ersten Minuten lassen keinen Zweifel: dieser Holmes will anders sein. Aber ist er das auch wirklich?</p>
<p>Nicht wenige Fans, die die Figur des Sherlock Holmes mit Größen wie <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001088/">Peter Cushing</a> oder <a href="http://www.imdb.com/name/nm0001651/">Basil Rathbone</a> verbinden, dürften reichlich geschluckt haben als ihnen bewusst wurde , dass tatsächlich <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000375/">Robert Downey Jr.</a> für die Rolle besetzt wurde. Eine klare Entscheidung gegen das klassische Erscheinungsbild der Figur (amüsanter Weise entspricht Holmes&#8217; Widersacher &#8211; besetzt mit einem sehr gut aufgelegten <a href="http://www.imdb.com/name/nm0835016/">Mark Strong</a> &#8211; ziemlich genau diesem klassischen Bild&#8230;Ritchie hat eben Humor). Auch charakterlich scheint sich der &#8220;neue&#8221; Holmes von seinen &#8220;Vorgängern&#8221; zu unterscheiden. Dieser Holmes nimmt Drogen, prügelt sich und ist offensichtlich psychisch gestört. Denkt man aber kurz über diese Darstellung nach, wird einem sofort bewusst &#8211; gesetz man hat die eine oder andere Conan Doyle Geschichte gelesen &#8211; das diese &#8220;Erneuerung&#8221; eigentlich gar keine ist. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Conan_Doyle">Conan Doyle</a> selbst beschreibt den guten Holmes ja als einen selbstverliebten Egomanen, der an einer Form von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bipolare_St%C3%B6rung">manischer Depression</a> leidet und eben jenes Leiden durch Drogenkonsum zu behandeln sucht. Dieser Aspekt der Figur wird in der Regel einfach ausgeblendet, so dass nur die Hülle des genialen Detektivs mit dem messerscharfen Verstand übrig bleibt. Im Prinzip sehen wir also keinen &#8220;neuen&#8221;, sondern den &#8220;echten&#8221; Sherlock Holmes. Insofern ist die Besetzung der Rolle mit Downey Jr., der Holmes die Anmutung eines traurigen Clowns verleiht, brillant und absolut richtig.</p>
<p>Leider kann Ritchies Inszenierung mit seinem Anspruch der &#8220;Erneuerung&#8221; nicht mithalten. Sie ist zwar stellenweise recht gewitzt und versprüht den typischen Guy Ritchie Charme, aber  des öfteren ist sie auch einfach nur plump. Ich will das an einem Beispiel demonstrieren: Sherlock Holmes Fähigkeit Abläufe aufgrund seiner genialen Kombinationsgabe zu berechnen. Um den Teenies zu zeigen weshalb es eigentlich ganz &#8220;cool&#8221; ist, ein schlaues Kerlchen zu sein (zumindest ist das meiner Meinung nach die eigentlich Motivation hinter diesen Szenen), zeigt uns Ritchie mehrmals wie Holmes einen Kampf im Voraus berechnet. Wir spulen quasi  vor (sehr stylisch mit Timeramps aufgezogen&#8230;erinnert stark an <a href="http://www.imdb.com/title/tt0208092/">Snatch</a>) und hören dabei Holmes Folgerungen, die soweit gehen, dass sie sogar den Zeitraum voraussagen, den die psychologische Genesung des &#8220;Opfers&#8221; in Anspruch nehmen wird. Das ist drehbuchtechnisch richtig gut, weil es uns eine Menge über die Figur des Sherlock Holmes verrät &#8211; was für ein Kerl muss das sein, der nicht nur so eine Fähigkeit besitzt, sondern diese auch noch mt der Kaltblütigkeit eines Psychopathen einsetzt? Das Problem ist nur, dass der Zuschauer dann auch noch die Ausführung zu sehen bekommt. Der Vorgang findet also zweimal statt und das ist schlicht und einfach unnötig wie Kropf und langweilig. Gut, beim ersten Mal trägt es wenigstens inhaltlich noch etwas bei, weil wir Holmes selbstverliebte Reaktion beim Gelingen seiner Aktion beobachten können, aber beim zweiten Mal ist es einfach nur noch eine sinnlose Spielerei. Und gerade dann, wenn diese Spielerei richtig interessant werden könnte &#8211; nämlich dann wenn Holmes es mit einem ihm überlegenen Gegner zu tun bekommt &#8211; verzichtet Ritchie auf ihren Einsatz! Sorry, aber genau da wäre es doch interessant zu erfahren, was der Figur durch den Kopf geht. </p>
<p>Die CSI typischen wir-ermitteln-und-sehen-Flashbacks-Szenen sind auch nicht gerade originell. Originalität ist grundsätzlich ein überraschend großes Problem des Drehbuchs. Wer heutzutage immer noch seinen Detektiv den Ort des nächsten Mords durch das Aufzeichnen eines Pentagramms auf einer Stadtkarte ermitteln lässt, gehört selbst rituell geopfert. Auch Logikfehler weißt das Drehbuch zuhauf auf (Offensichtlichste Logikfehler! Und das bei Sherlock Holmes&#8230;das ist ja an Ironie nicht mehr zu überbieten). Da springen Menschen ins Wasser und sind in der nächsten Einstellung wie durch ein Wunder von der Nässe befreit und eine Verfolgungsjagd, bei der es immer tiefer hinab geht, endet auf einem der höchsten Punkte der Stadt (wenigsten wird das selbstironisch mit einem &#8220;Du bist wohl irgendwo falsch abgebogen!&#8221; kommentiert), um nur ein paar Beispiele zu nennen.</p>
<p>Egal, im Prinzip lohnt sich der Kinobesuch nämlich schon allein wegen des großartigen Soundtracks und der überragend animierten Credits (!). Und der Film selbst ist ja trotz seiner Schwächen wirklich sehr unterhaltsam geraten. Witz, Action und spielfreudige Schauspieler&#8230;der Daumen geht klar nach oben.</p>
<p><span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span><br />
7/10</p>
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		<title>Warum hasse ich&#8230;Das Kabinett des Dr. Parnassus!?</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 13:46:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine Kritik über &#8220;Das Kabinett des Dr. Parnassus&#8221; zu schreiben gestaltet sich ungewöhnlich kompliziert&#8230;zumindest in meinem speziellen Fall. Zuerst wollte ich nur ein paar Zeilen schreiben, dann wurde daraus ein Plädoyer für &#8220;schlecht&#8221; geschriebene/geschnittene Filme, das ich komplett löschte weil es prätentiöser Mist war (also in einem noch größeren Umfang, als das in der Regel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Kritik über &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt1054606/">Das Kabinett des Dr. Parnassus</a>&#8221; zu schreiben gestaltet sich ungewöhnlich kompliziert&#8230;zumindest in meinem speziellen Fall. Zuerst wollte ich nur ein paar Zeilen schreiben, dann wurde daraus ein Plädoyer für &#8220;schlecht&#8221; geschriebene/geschnittene Filme, das ich komplett löschte weil es prätentiöser Mist war (also in einem noch größeren Umfang, als das in der Regel ohnehin bei mir der Fall ist) und nun versuche ich mich erneut an einer kürzeren Kritik. Woran liegt das? Nun, Parnassus ist ein etwas ungewöhnlicher Film &#8211; inhaltlich wie formal.</p>
<p>Die Story des unsterblichen Dr. Parnassus, der mit seiner heruntergekommen Gauklertruppe durch die Welt tingelt, ist &#8211; typisch für einen Film von <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000416/">Terry Gilliam</a> &#8211; skurill und verquer. Zentrales Handlungselement ist dabei der Spiegel des Dr. Parnassus. Wer durch diesen hindurch tritt findet sich in der Gedankenwelt des Doktors wieder, die den Besucher mit dessen eigenen Phantasien in surrealen Traumwelten konfrontiert. Um diesen Spiegel herum entwickeln sich mehrere mteinander verwobene Handlungsstränge: ein Wettstreit mit dem Teufel, eine Dreiecksbeziehung innerhalb der Gauklertruppe und die Frage nach der Identität des dubiosen Fremden, der die Gauklertruppe zu neuem Erfolg führt.</p>
<p>Die Resonanz im Kinosaal fiel recht negativ aus. Eine jüngere Zuschauerin, die wohl wegen des massiven Aufgebots männlicher Stars (die Hauptrolle wird episodenweise von <a href="http://www.imdb.com/name/nm0005132/">Heath Ledger</a>, <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000136/">Johnny Depp</a>, <a href="http://www.imdb.com/name/nm0000179/">Jude Law</a> und <a href="http://www.imdb.com/name/nm0268199/">Colin Farell</a> gespielt!) ins Kino gefunden hatte, meinte gar lautstark: &#8220;Da is&#8217; denen wohl mal wieder garnix eingefallen.&#8221; Dabei dürfte das Problem eher gewesen sein, das &#8220;die&#8221; zu viele Einfälle hatten. So viele Einfälle, dass der durchschnittlichen Kinogänger, der sein Glück im zur Dauerberieselung geeigneten Mainstreamkino findet (und das meine ich jetzt keineswegs abwertend) einfach &#8220;zu&#8221; macht. Quasi nebenher macht der Film Aussagen über Liebe, Religion, Medien, Institutionalisierung, Kommerzialisierung, Träume, Glück und so weiter (oder wie es Douglas Adams einmal treffend ausdrückte: &#8220;Das Leben, das Universum und der ganze Rest&#8221;). Diese Masse an Ideen und Aussagen, die der Film zum Ausdruck bringt, zeigen sich in der Konsequenz aber eben als konfuses und holprig erzähltes Filmkonstrukt &#8211; das Teile des Films aufgrund dessen, das Ledger während der Dreharbeiten verstarb, umgeschrieben werden mussten, hatte sicherlich seinen Anteil an dieser Misere.  </p>
<p>Das Problem besteht aber nicht nur aus einem überfrachteten Drehbuch und dem chaotischen Schnitt, sondern es ist auch der Umstand, das bei Gilliam Genie und Unsinn (nein, nicht wahnsinn <img src='http://www.filmhass.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ) dicht beieinander liegen. In einem Moment überrascht uns der Film z.B. mit subtilen, intelligenten Überlegungen zur menschlichen Existenz und im nächsten Moment kriegt man eine Holzhammermetaphorik um die Ohren gehauen, dass man sich für den Regisseur fremdschämt. So ist Gilliam halt. Trotz allem ist der Film meiner Meinung nach absolut sehenswert. Parnassus gleicht einem wundervollen Gemälde, das bekritzelt, zerknüllt, zerissen und mit Tesafilm wieder zusammengesetzt wurde. Es mag auf den ersten Blick hässlich und keines weiteren Blickes würdig zu sein, aber wer sich die Mühe macht sich etwas länger damit zu beschäftigen kann immer die Schönheit des ursprünglichen Bilds erkenne. Der Film ist letzten Endes ein großartiges Werk über die Auseinandersetzung mit dem inneren Schweinehund, das sich leider selbst ein Bein stellt.</p>
<p><span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span><br />
8/10 </p>
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		<title>Wolfgang gibt sich die Ehre</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Dec 2009 19:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[days of summer]]></category>
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		<description><![CDATA[In letzter Zeit gab es ja immer wieder Beschwerden, dass ich zu wenig Kritiken veröffentliche. Tja, sorry, aber was soll ich machen? Vielleicht meinen &#8220;Kritikern&#8221; die Chance geben es besser zu machen!? Also, hier kommt Wolfgang: ein alter Kumpel von der Uni und treuer Blogleser, der mich gerne daran erinnert, dass ich mal wieder eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In letzter Zeit gab es ja immer wieder Beschwerden, dass ich zu wenig Kritiken veröffentliche. Tja, sorry, aber was soll ich machen? Vielleicht meinen &#8220;Kritikern&#8221; die Chance geben es besser zu machen!? Also, hier kommt Wolfgang: ein alter Kumpel von der Uni und treuer Blogleser, der mich gerne daran erinnert, dass ich mal wieder eine Kritik schreiben könnte <img src='http://www.filmhass.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Die folgenden beiden Kritiken stammen also NICHT aus meiner Feder, sondern sind allein das Produkt von Wolfgangs Gehirnwindungen. Er ist übrigens solo, mag Philosophie, Filme und Ruinen (das leite ich zumindest davon ab, dass er in Duisburg lebt ;D )&#8230;also Mädels, falls euch seine Kritiken umhauen leite ich euch gerne seine Emailadresse weiter ;-D.</p>
<p>Das soll übrigens nur ein Gastspiel bleiben&#8230;<br />
</em></p>
<p><strong>500 Days of Summer</strong></p>
<p>Alle Jahre wieder, Herbstzeit ist Chickflick-Zeit. Dieses Mal gibt es „500 Days of Summer“. Ein Film der gleich am Anfang damit prahlt, dass er keine Liebesgeschichte ist. Aber er will noch mehr. Mit einem Anspruch auf Realismus kommt er daher, indem er gleich damit einsteigt uns eine psychische Analyse der beiden Hauptdarsteller vorzusetzen. ER (Tom) ist dem Glauben an die große Liebe verfallen, hervorgerufen durch britische Popmusik und einem falschen Verständnis des Filmes „The Graduate“. SIE (Summer) ist desillusioniert und glaubt nicht an die große Liebe bzw. dass man ohne die große Liebe glücklich sein kann. Durch die Scheidung ihrer Eltern ist sie seit der Kindheit traumatisiert und hat ein gestörtes Empfindungsleben beim Haareschneiden.</p>
<p>Er trifft sie am Arbeitsplatz und es ist für ihn die Liebe auf den ersten Blick. Fade out und die Stimme aus dem Off verspricht uns, dass keine Liebesgeschichte gezeigt wird. Nach diesen viel versprechenden 2:10 Minuten, geht der Film los und das Unheil nimmt seinen Lauf. Die Erwartungen sind hoch, denn etwas überrascht und neugierig war ich schon, denn ich habe damit gerechnet einen Film vorgesetzt zu bekommen vom Kaliber würdig eines Aston Kutcher und einer Cameron Diaz. Um es kurz zu machen: Der Film ist am Ende genau das was er ausgibt nicht zu sein, aber etwas anders. Zwei bemerkenswerte Sachen des Filmes:<br />
1.Die Rollen von Mann und Frau sind in diesem Film verkehrt. ER glaubt an die große Liebe des Lebens und sie gibt sich realitätsgebunden und desillusioniert. Das hält der Film nicht durch, denn sowas wollte man dem 08/15 Zuschauer, dem Konsumenten solcher Filme wohl doch nicht vorsetzen. Im Filmverlauf wird dem Zuschauer vorgegaukelt, dass eine Charakterentwicklung der beiden Stattfinde was nicht der Fall ist. SIE gibt sich den ganzen Film über als Mann, der keine feste Bindung und emotionale Verpflichtung will. ER gibt die anhänglich Frau, von Liebe beflügelt und schließlich tief stürzend. Gegen Ende könnte der Eindruck entstehen, die Rollen tauschen sich wieder in den normal Zustand: Er desillusioniert, sie Liebesprophetin. Aber nein! Sie heiratet jemanden anderen und es stellt sich raus sie hat eigentlich die ganze Zeit nur desillusioniert getan, ließ sich von der Liebe leiten und fand einfach Mister Right. Er scheint nur seine Liebesvorstellung aufgegeben zu haben, denn am Ende glaubt er stark genug an die Liebe und findet doch noch seine Aphrodite.<br />
2.Ein cooles Element die „Split-Screen-Szene“. Er besucht Ihre Feier, will noch mal anbandeln. Das Bild teilt sich beim Eintritt in das Treppenhaus, in links „Erwartung“ und rechts „Realität“. Beide Teilbilder zeigen den Ablauf des Besuches der Party, nur eben einmal seiner Vorstellung nach und einmal wie es tatsächlich abläuft. Hab ich so noch nicht gesehen in einem Chick-Flick und die Darstellung war schon recht realitätsgetreu. </p>
<p>Absolut grauenhaft und mies, sind die Interview-Szenen in denen der Film unterbrochen wird durch (fiktive?) Interviews mit Charakteren des Filmes, die Ihre Einstellung und Haltung zum Thema Liebe wiedergeben. Warum so plump um Identifizierung mit einem Charakter gebuhlt wird, hat sich mir nicht erschlossen. Dass diese Interviews den „Fluß“ des Filmes stören kann man nicht sagen, denn einen kontinuierlichen Film bekommt man nicht geboten, sondern nur eine Abfolge von Vor- und Rückblenden die immer mit einem Tages-Zähler angekündigt werden. Das KANN man sich noch gefallen lassen, aber die Interviews sind einfach zu viel des Guten. Aber einen richtigen Vorwurf kann man dem Film daraus auch  nicht machen, denn er springt nur auf den neusten Hollywoodtrend auf. Den Film durch Interviews mit der Kamera bzw. dem Zuschauer aufzubrechen ist In, so macht es auch Woody Allen in „Whatever Works“. (Solange die sich nicht zu Hopkins Slipstream Exzess hinreißen lassen, muss man diese neue Art wohl zähneknirschend über sich ergehen lassen.)<br />
Ach ja, 500 Days of Summer will eine dieser typischen Comdedy-Drama-Romance Filme sein. Falls mir einer die Szene sagen kann, die lustig ist oder den Film als Komödie durchgehen lässt, der kann sich bitte bei mir melden. </p>
<p>Der Film ist weder Komödie, noch Drama, noch Romanze. Eigentlich ist der Film Nichts, denn Marc Webb war so nett einen Stoff zu verfilmen, der nüchtern betrachtet total belanglos ist, nämlich die verflossene Liebe. (Mal ehrlich, früher haben sie wenigstens die große Liebe verfilmt. Klar, davon sind wir satt, aber mir jetzt die Liebe „zwischen“ der großen Liebe zu verfilmen ist irgendwie armselig. Das ist so als ob ich Indiana Jones beim Unterrichten und Müllrausbringen filme und am Ende andeute dass er sich jetzt bald auf die Suche nach der Bundeslade macht.) Mit viel Wohlwollen kann der Film solide 6 Stern kriegen, obwohl nur 4 verdient hätte wegen der frechen Story, der nichtvorhanden Charakterentwicklung und dem Interviewstyle.) Die Bewertung auf IMDB von 8,1und die Aufnahme in die Top250 ist ein müder Witz… Im Anbetracht der traurigen Wahrheit, dass diese Filmrubrik wirklich nahe dem Boden ist was Niveau und Stil angeht, muss er aber 7 Troststerne bekommen.</p>
<p><strong>The Final Destination – 180 abgestürzt </strong></p>
<p>Der vierte Teil einer Triologie. Immer wenn es mehrere Sequels eines Filmes gibt, sollte der geschulte Zuschauer nicht mehr fragen „Und wie war der Film?“, sondern „Wie schlimm ist es?“ – Es ist sehr schlimm.<br />
Noch bevor richtig in den Film eingestiegen wird, macht sich eine schaurige Vorahnung breit. Warum zeigen sie mir während der Intro Credits (?) ein Best-Of der Unfälle der ersten drei Teile? Schon wieder so eine Art Serienfetisch: „Was bisher geschah“. Eigentlich müsste ich jetzt was zum Inhalt oder Story des Filmes sagen. Die ist aber so dünn, das ich hier mal drauf verzichte. Viel interessanter ist, auf die Merkmale der Serie einzugehen, die auch im vierten Teil stereotypisch sind. </p>
<p>1.Der Tod ist unpersönlich. Die Leben der Opfer sind nicht a la Scream in den Händen eines maskierten Killers, sondern in denen des Schicksals. Das Schicksal tritt als anonyme Kraft auf, als Wind, als unsichtbarer Schraubenschlüssel und bringt Alle um die Ecke die dran sind.<br />
2.Es gibt immer einen „Seher“. Er hat eine Vision des Schlüsselereignisses und setzt die Rangfolge der Sterbenden zusammen. Hat er die Rangfolge der Sterbenden ausgeknobelt, versucht er das Schicksal auszutricksen und in den Unfall – das Werk des Schicksals – einzugreifen. Scheinbar funktioniert dies, doch am Ende kommt der Twist, dass eh Alle sterben müssen und das Schicksal allmächtig ist.<br />
3.Nach all den Teenie-Horror B-Movies weiß jeder, dass der Farbige als erstes – zumindest auf jeden Fall – sterben muss. Im vierten Teil der Saga will der sogar dem Schicksal entkommen, indem er einen misslungenen Selbstmord versucht. </p>
<p>Die drei Punkte summieren die gesamte Story des Filmes. (Klingt komisch, ist aber so.)<br />
Der Film ist das Resultat eines Dranges zum Ausschlachten. Mehr Todesfälle, mehr Action und weniger Story!, so scheint die Forderung gewesen sein und das wird auch abgeliefert. Von Story lässt sich gar nicht sprechen. Der vierte Teil von Final Destination benutzt Story wie ein Pornofilm, nämlich nur um eine kurze Pause zwischen der Action zu entschuldigen. Die Schauspieler sind mies, das Script ist noch mieser und die „Unfälle“ sind ganz nett, aber entweder so ähnlich schon in den vorherigen Teilen gezeigt worden oder nichts Besonderes. Insgesamt scheint Final Destination in die gleiche Rubrik wie die Alien Reihe zu gehören: man tut sich selbst einen Gefallen wenn man die letzten Teile nicht ansieht. Die Idee, der vom Schicksal in Szene gesetzten Unfällen mit Todesfolge für die schäbigen Schauspieler ist ganz nett, aber dass der vierte (und hoffentlich letzte) Teil nur noch freche Geldabzocke ist verdient nicht mehr als 3 Sterne. </p>
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		<title>Warum hasse ich&#8230;Pandorum?</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 14:29:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Stellt euch vor ihr erwacht auf einem Raumschiff &#8211; ihr erinnert euch nicht an eure Vergangenheit, ihr wisst nicht weshalb ihr euch übehaupt an Bord befindet und ihr seit allein&#8230;oder lauert da etwas in der Dunkelheit auf euch? So ergeht es der Hauptfigur in &#8220;Pandorum&#8220;, Bower, der wir in Christian Alvarts Science-Fiction-Thriller durch die Story [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stellt euch vor ihr erwacht auf einem Raumschiff &#8211; ihr erinnert euch nicht an eure Vergangenheit, ihr wisst nicht weshalb ihr euch übehaupt an Bord befindet und ihr seit allein&#8230;oder lauert da etwas in der Dunkelheit auf euch? So ergeht es der Hauptfigur in &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt1188729/">Pandorum</a>&#8220;, Bower, der wir in <a href="http://www.imdb.com/name/nm0023355/">Christian Alvarts</a> Science-Fiction-Thriller durch die Story folgen. </p>
<p>Der Film beginnt auch entsprechend wie ein Kammerspiel-Psycho-Thriller. Was tun wenn man allein in der Dunkelheit ist, an einem Ort den man nicht kennt &#8211; nur mit der eigenen Angst bewaffnet. Leider gibt der Film diese durchaus interessante Ausgangsituation sehr schnell zugunsten einer 08/15-Actionstory auf. Die &#8220;Elysium&#8221;, so der Name des Raumschiffes, ist nämlich alles andere als unbewohnt und Bowers &#8220;Weg zu sich selbst&#8221; entwickelt sich alsbald zum simplen Kampf ums nackte Überleben, wie man ihn schon tausend Mal zuvor gezeigt bekommen hat. Generell hat man das Gefühl, dass alles schon mal gesehen zu haben. Ein bißchen &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0119081/">Event Horizon</a>&#8220;, eine Touch &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0448134/">Sunshine</a>&#8221; und austauschbarer Horror alá &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0384537/">Silent Hill</a>&#8221; &#8211; von den verschieden Videospielen, bei denen sich die Macher für&#8217;s Design bedient haben, ganz zu schweigen. Wenn der Film diese Vorbilder dann wenigstens halbwegs erreichen würde, aber&#8230;das ist nun mal leider nicht der Fall (kein gutes Zeichen, wenn man mit Event Horizon oder Silent Hill nicht wirklich mithalten kann <img src='http://www.filmhass.de/wordpress/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  ).</p>
<p>Ich würde sagen &#8220;Pandorum&#8221; ist wieder einmal ein typisches Beispiel für einen Film, der mehr sein will, als er kann. Da wird hochtrabend die Frage nach dem moralfreien Raum gestellt und die einzige Antwort die uns der Film liefert, lautet: irgendeiner wird dich schon bestrafen, wenn du sündigst. Nein, welch&#8217; tiefgründige Auseinandersetzung hat sich der Autor da mit den grundlegenden Problemen der Moralphilosophie geliefert. Ich bin beeindruckt. Dann will Alvart auch noch schnell die Grenzen von geistiger Gesundheit und Wahnsinn ausloten und kratzt dabei nicht mal an der Oberfläche der menschlichen Psyche, aber hey, wofür soll man sich ernsthaft Gedanken zu so einem Thema machen, wenn man auch einfach ein paar gängige Klischees auspacken kann und dann das Ganze mit ein paar Standardeffekten garniert. (Der VFX-Supervisor zum Regisseur: &#8220;Ey, ich hab&#8217; &#8216;ne brillante Idee. Wie wäre es wenn wir die Geisteskrankheit mit Überblendungen, Wackelkamera, und kamerablitzartigen Gloweffekten darstellen. Das hat die Welt noch nicht gesehen&#8230;außer bei so ziemlich jedem Film der letzten 15 Jahre, der sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat.&#8221; Der Regisseur: &#8220;Spitze, das machen wir. Da kommt mir auch &#8216;ne klasse Idee. Wie wäre es wenn es sich bei der Geisteskrankheit um eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dissoziative_Identit%C3%A4tsst%C3%B6rung">dissoziative Identitätsstörung</a> handelt. Das hat die Welt noch nie gesehen&#8230;außer bei so ziemlich jedem Film der letzten 15 Jahre, der sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat.&#8221; Da setzt der Kameramann ein und sagt: &#8220;Super, das bringt mich auf &#8216;ne Idee&#8230;&#8221; Und wenn sie nicht gestorben sind, dann klopfen sie sich immer noch gegenseitig auf die Schulter.)</p>
<p>Was den Film dann endgültig in die Hölle für schmutzige, kleine B-Movies schickt, sind die handwerklichen Unzulänglichkeiten. Immer wieder mal gibt es die obligatorische, völlig unnütze Rückblende, die uns nichts wichtiges erzählt, dafür aber völlig deplatziert wirkt und den Rhythmus des Films stört. Entsprechend wenig überzeugt auch der Schnitt, der, sagen wir mal, uninspiriert ist. Die Kameraarbeit ist eigentlich okay, verfährt aber nach dem &#8220;Wir-halten-halt-mal-drauf&#8221;-Prinzip. Und so weiter und so fort&#8230;</p>
<p>Ich freue mich jedes Mal, wenn ein deutscher Regisseur den Sprung ins internationale Geschäft schafft und ich halte Alvart auch für durchaus talentiert (sein &#8220;<a href="http://www.imdb.com/title/tt0337573/">Antikörper</a>&#8221; mag Längen gehabt haben, hat aber deutlich gezeigt, dass der Mann einiges drauf hat), aber &#8220;Pandorum&#8221; ist ein großer Schritt in die falsche Richtung. Für Fans des Genres taugt der Film sicherlich zur Unterhaltung, aber selbst die werden das eine oder andere Mal den Kopf schütteln. Beispielsweise, wenn Bower praktisch aus dem Nichts immer wieder ein Knick-Licht hervorzaubert&#8230;früher ging den Helden nie die Munition aus, heute haben sie immer ein &#8220;Streichholz&#8221; bei sich&#8230;</p>
<p><span class="rating"><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span><span>&#9733;</span></span><br />
4/10</p>
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